Werbeartikeltrends

«Die Dual Finder könnten ein Trend werden …» Was bei Werbeartikeln aktuell in und out ist

Welches ist das ultimative Gadget, mit dem Sie Ihre Kunden bei der nächsten Gelegenheit überraschen? Roman Hasler von bb trading werbeartikel ag kennt die Trends bei den Werbeartikeln und wagt eine vorsichtige Prognose.

Portrait Roman Hasler
Roman Hasler ist Head of Procurement bei der bb trading werbeartikel ag.

Herr Hasler, welcher Werbeartikel wird in diesem Jahr zum grossen Trend?

Roman Hasler: Oft erwartet man einen grossen Trend, aber den gibt es meines Erachtens aktuell nicht. Stattdessen stellen wir eine Reihe kleinerer Trends fest. Dazu gehört sicher, dass viele Unternehmen produktunabhängig sein wollen. Sie möchten mit ihren Werbeartikeln individuell wirken. Das geht über das reine Branding hinaus und äussert sich in der Wahl eines speziellen Produkts.

Zum Beispiel?

Früher kauften Unternehmen bei uns klassische 6-Panel-Baseball-Caps. Heute kann man da ein bisschen weiterdenken und die Caps aus einem trendy Material herstellen. Das ergibt ein cooles und einzigartiges Design, das individueller wirkt. Ein solcher Werbeartikel bietet abgesehen davon auch einen Mehrwert für die Empfänger. Sie bekommen etwas Tolles, das sie anziehen oder gebrauchen können.

Nachhaltigkeit ist bei Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden nach wie vor ein Kriterium. Aktuell wird sehr viel aus recycelten Materialien produziert.

Roman Hasler

Sie haben von mehreren kleineren Trends gesprochen …

Genau. Ein weiterer Trend ist die Nachfrage nach Markenartikeln, die einen Added Value bieten, weil der Empfänger ihren Wert erkennt. Dazu gehört zum Beispiel ein Isolierbecher aus Edelstahl der Marke Stanley. Da kennen viele den Preis, den sie im Laden dafür zahlen müssen. Auf der anderen Seite wollen auch die Produzenten von Markenartikeln vermehrt mit uns zusammenarbeiten. Hintergrund dieser Entwicklung ist der Bedeutungsverlust des stationären Handels, den die Produzenten ausgleichen wollen.

Werden denn auch schweizerische Markenartikel nachgefragt?

Swissness ist und bleibt in der Schweiz ein wichtiges Thema. In den letzten fünf Jahren war auf jeden Fall ein leichter Aufwärtstrend zu beobachten. Caran d’Ache und Victorinox bleiben mit ihren Produkten die Marktführer, doch es gibt auch zahlreiche andere Swiss-Made-Produkte: Etwa Guetzli, Granola, Duftsachets oder geschnitzte Holztiere. Der Range ist erstaunlich breit.

Swissness ist und bleibt in der Schweiz ein wichtiges Thema.

Roman Hasler

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus?

Corona hat diesen Trend gebremst, doch Nachhaltigkeit ist bei Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden nach wie vor ein Kriterium. Produzenten ohne Zertifikat wie ISO 14001 oder einem Ecovadis-Rating werden es da in Zukunft schwer haben. Aktuell wird sehr viel aus recycelten Materialien produziert. Vor fünf Jahren hatten wir davon vielleicht fünf Prozent im Sortiment, heute sind es bereits rund 20 Prozent. Allerdings muss ich dazu sagen, geht es um die Entscheidung, ob ein Werbeartikel entweder preiswert oder nachhaltig ist, so entscheiden sich die meisten Kunden für das Angebot, bei dem sie für ihr Geld mehr erhalten.

Welche Rolle spielen Veredelungen, Materialien und Personalisierungen?

Da gibt es viele Möglichkeiten – auch wegen des Wunsches nach Individualisierung, von dem ich bereits gesprochen habe. Dazu gehören 3D-Stickereien oder -Drucke. Im Bereich Fashion ist Cord im Trend. Eine Tasche aus Cord kann gegenüber einer Baumwolltasche schon den Unterschied machen. Dieses Jahr könnten schimmernde Metallic-Materialien zum Trend werden. Personalisierung, das heisst die Veredelung mit Vornamen und dem Namen, war vor zehn Jahren noch als Megatrend vorausgesagt worden. In der Praxis zeigte sich schnell, dass das Handling der Daten zu aufwendig ist. So ist es wie vor 10 Jahren noch immer die Gravur, mit der man auf einfache Weise Personalisierungen realisieren kann.

Wie Sie Werbeartikel richtig einsetzen

Sie möchten bei Ihrer Zielgruppe mit einem Werbeartikel langfristig Wirkung erzielen? Dabei geht es nicht nur um die passende Wahl, sondern auch um dessen Beschaffung, den zuverlässigen Versand bzw. die effiziente Abgabe. Diese Checkliste zeigt Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben und was Sie beachten sollten.

Jetzt kostenlos anfordern

Wie entstehen diese Trends eigentlich?

In aller Regel gelangen sie aus dem B2C-Geschäft in den B2B-Bereich, oft auch über Social-Media-Trends. Hinter diesem Mechanismus steckt natürlich das Bedürfnis nach Sicherheit. Produzenten, Händler und Unternehmen wollen auf Werbeartikel setzen, die bei den Empfängerinnen und Empfängern garantiert gut ankommen.

Gibt es denn ein einzelnes Produkt, das dieses Jahr zum grossen Trend werden könnte?

Wenn ich mich so ein bisschen aus dem Fenster herauslehne, würde ich sagen, die Dual Finder könnten zu einem Trend werden. Diese Tools können in einen Schlüsselanhänger integriert oder in eine Tasche gesteckt werden, so dass man diese über das Handy schnell finden kann. Sie heissen Dual Finder, weil sie sowohl das Find My-Netzwerk von Apple wie auch das Find Hub-Netzwerk von Android verwenden. Sie haben einen hohen Nutzwert und sind daher ideale Werbeartikel.

Und was wird weniger nachgefragt?

Unter Druck kommen Artikel, die unter der Digitalisierung leiden. Schreibgeräte zum Beispiel, weil Notizen zunehmend auf dem Laptop gemacht werden. Oder Memory-Sticks, die noch vor einigen Jahren der absolute Renner waren. Sie dürfen aus Compliance-Gründen häufig nicht mehr eingesetzt werden und werden wegen der verbreiteten Cloud-Lösungen auch nicht mehr benötigt.

So gewinnen Sie Kunden und generieren Umsatz

Wir helfen Ihnen gerne mit aussagekräftigen Analysen, praxisnahen Ideen und erfolgreichen Strategien. Damit Dialogmarketing in Ihrer Hand zum effizienten Werbewerkzeug wird.

Ich will mich beraten lassen