Aktuelle Studien zu Marketing und Kommunikation

Aktuelle Studien zu Marketing und Kommunikation Verschaffen Sie sich den Überblick

Jedes Jahr erscheinen Dutzende von Studien und Statistiken zu den generellen Entwicklungen in Marketing und Kommunikation. Wir haben für Sie die relevantesten herausgepickt und auf den Punkt gebracht. Erfahren Sie ausserdem, wie Sie die Relevanz und Aussagekraft von Studien einschätzen können.

Eine Geschäftsfrau liest Dokumente
Studien liefern Ihnen wertvolle Informationen, etwa für die Wahl Ihrer digitalen und physischen Marketingmassnahmen.
Werbestatistik 2026: Direktwerbung ist vorne dabei
Grafik: Netto-Werbeumsätze 2025 total: 6402 Mio. CHF (Quelle: Stiftung Werbestatistik Schweiz 2026, Abfrage: Nettowerbeumsätze 2025 gemäss Angaben der Medienanbieter)
Netto-Werbeumsätze 2025 der Stiftung Werbestatistik Schweiz

Der Schweizer Werbemarkt ist 2025 erneut leicht zurückgegangen. Direktwerbung bleibt mit 688 Millionen Franken einer der grössten Umsatzblöcke. Digital out of Home wächst weiter und gewinnt im Mediamix sichtbar an Bedeutung. Erfahren Sie, was sich 2025 verändert hat.

Mehr Infos und Zahlen zur Werbung in der Schweiz

Für eine fundierte Mediaplanung

Viele Analysen betrachten nur einzelne Mediengattungen oder sie messen Nutzung statt Wirkung. Die Intervista-Studie «Wissen, was wirkt» untersuchte ganzheitlich, wie physische und digitale Werbeformen ankommen und welchen Einfluss sie auf Kaufentscheide haben. Sie fokussiert auf zentrale Wirkdimensionen wie Beachtung, Zeitinvestition, Wahrnehmung, Glaubwürdigkeit und Kaufimpuls. Dazu vergleicht sie physische und digitale Werbekanäle medienübergreifend und liefert eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen in der Mediaplanung. Die Studie zeigt klare Unterschiede in der Wahrnehmung der Werbung bei den unterschiedlichen Kanälen. Physischen Kanälen widmet man mehr Zeit und nimmt sie als glaubwürdiger wahr.

DOOH sorgt für Uplift im Mediamix

Screens machen den Unterschied: Eine neue Studie von Swiss Post Advertising zeigt, dass der Werbemix mit Digital out of Home (DOOH) deutlich stärker wirkt. Untersucht wurde die crossmediale Frühlingskampagne 2025 von Ochsner Shoes. Diese kombinierte Direct Mail und Display-Werbung gezielt mit DOOH auf urbanen Screens, im ÖV und in Filialen der Post – jedoch nur in ausgewählten Regionen. Insgesamt wurden 700 Onlineinterviews mittels CAWI (Computer-Assisted Web Interview) durchgeführt, wobei die Stichprobe auf einem repräsentativen Auswahlverfahren basierte. Resultat: Ein signifikanter Anstieg der Werbeerinnerung in den Regionen mit DOOH gegenüber dem Vergleichsgebiet: In Zürich liegt sie 42 Prozent und in Bern 32 Prozent höher. Von den DOOH-Kanälen schneiden digitale Plakate am besten ab, gefolgt von Bildschirmen im ÖV und in den Filialen der Post. Digitale Aussenwerbung wirkt also besonders dort, wo Menschen unterwegs sind.

Von 2,5 auf 2,3 Sekunden

Die Veränderung tönt nach wenig, doch dahinter verbirgt sich eine der grössten Herausforderungen für das Marketing: die anhaltend sinkende durchschnittliche Betrachtungsdauer von Werbung. Grund dafür ist die Reizüberflutung in digitalen Umgebungen, wie es die aktuelle Analyse «Attention: 2.3 Seconds of Magic!» festhält. Allerdings sind von der schwindenden Aufmerksamkeit der Userinnen und User nicht alle Werbegattungen im gleichen Mass betroffen. Während überspringbare Onlinevideos und In Feed Ads weniger lange beachtet werden, legt TV-Werbung zu. Und: Kreative Qualität ist in jedem Fall ein Aufmerksamkeitsbooster.

Quelle: «Attention: 2.3 Seconds of Magic!», OMD Germany und Eye Square, 2026

Es lebe die Typo!

Für die Gen Z und die Millennials ist Typografie Ausdruck der eigenen Identität und ein Schlüssel zu Authentizität im Netz. Das zeigt eine aktuelle Studie, die Monotype in Brasilien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Grossbritannien und den USA mit über 12’000 Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern durchführte. 69 Prozent der Befragten gaben an, dass die Wahl der Schrift beim Erstellen von Social-Media-Posts wichtig ist. 78 Prozent finden, dass markante, gut gewählte Fonts zu mehr Likes, Shares und Kommentare führten. Auch bei der Markenwahrnehmung zeigt sich, dass die Gen Z und die Millennials eine besondere Sensibilität für Typografie mitbringen. Die Wahl der Schrift beeinflusst ihre Wahrnehmung von Persönlichkeit, Authentizität und Werten einer Marke.

Quelle: «Fonts, Feels & Reels», Monotype, 2025

Ein Coupon im Paket? Ja, gerne!

Onlineshops nutzen zur Neukundengewinnung Coupons, die sie ihren Paketen beilegen. Das funktioniert sowohl im simplen 1:1-Tausch zwischen zwei Onlineshops («wir verschicken deinen Gutschein, dafür verschickt ihr unseren Gutschein») oder über spezialisierte Media-Dienstleister, die Paketreichweiten vermarkten. Laut einer bevölkerungsrepräsentativen Studie nutzen über ein Achtel der Bestellerinnen und Besteller solche Coupons «in jedem Fall» – ein Wert, der seit Jahren kontinuierlich steigt. Wenn die Bestellerinnen und Besteller den Onlineshop bereits kennen, löst mehr als ein Fünftel von ihnen die Gutscheine ein.

Quelle: iBusiness Gutschein-Studie 2026, Splendid Research

Was landet im Einkaufswagen?
Eine Illustration eines Einkaufskorbes, gefüllt mit Lebensmitteln.

Tempeh, Tofu oder Seitan? Welcher Fleischersatz legte am meisten zu? Wie sah das Bild bei Kuh-, Hafer- und Mandelmilch aus? Und waren Proteine wirklich der Foodtrend 2025? Das Bring! Labs Trendbarometer zeigt, welche Produkte 2025 in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich besonders gefragt waren und was das über die Einkaufsgewohnheiten von morgen verrät. Die Einkaufslisten von Millionen Bring!-Nutzerinnen und – Nutzern zeigen: 2025 lagen Fleischalternativen, pflanzliche Proteine, alkoholfreie Getränke und Fitnessprodukte klar im Trend und wurden stark nachgefragt.

Sie wollen mehr wissen? Laden Sie sich den Trendbarometer als Infografik herunter!

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Ich will mich beraten lassen

Auf Relevanz und Aussagekraft kommt es an 10 Kriterien für die Beurteilung von Studien und Studienergebnissen

Studien liefern wertvolle Erkenntnisse für die Entscheidungen der Marketingstrategen und -planer. Voraussetzung ist, dass sie relevant und aussagekräftig sind. Man kann mit Studien fast alles beweisen – auch das Gegenteil. Um die Qualität und den Nutzen einer Studie zu beurteilen, empfiehlt es sich, Urheberschaft und Studiendesign etwas genauer anzuschauen.

1. Wer steht hinter der Studie?
2. Handelt es sich um Primär- oder um Sekundärforschung?
3. Ist die Gruppe der Studienteilnehmenden repräsentativ?
4. Widerspiegelt die Auswahl der Studienteilnehmenden Ihre Zielgruppe?
5. Welche Fragen wurden in der Studie gestellt?
6. Welche Methode kam bei der Studie zur Anwendung?
7. Was ist bei der Beurteilung von Studienergebnissen zu beachten?
8. Sind die Studienergebnisse noch aktuell?
9. Entspricht die Darstellung der Studienergebnisse dem Sachverhalt?
10. Ist ein Abgleich mit anderen Studien möglich?