Ideen gezielt fördern



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Ideen gezielt fördern So räumen Sie Stolpersteine aus dem Weg

In jedem Menschen und jedem Team steckt grosses Potenzial für Kreativität und Innovation. Doch viele Unternehmen nutzen es zu wenig, weil ihre Rahmenbedingungen neue Ideen und Innovation eher behindern als fördern. Gut, dass sich solche typischen Stolpersteine erfolgreich aus dem Weg räumen lassen.

Stolperstein 1: Hierarchische Organisation

Mitarbeitende werden nicht in Entwicklungsprozesse im Unternehmen einbezogen. Daher fehlt ihnen die Motivation, einen kreativen Beitrag zu leisten.

Lösung: Flachere Strukturen schaffen

Halten Sie die Strukturen im Unternehmen möglichst flach. So erleichtern Sie es den Mitarbeitenden, sich aktiv einzubringen. Gehen Sie noch einen Schritt weiter: Beziehen Sie die Mitarbeitenden dabei ein, Ideen zu bewerten – auch jene von Führungskräften.

Stolperstein 2: Autoritäre Führung

Wegen der Führung mit starker Kontrolle und Null-Fehler-Kultur trauen sich Mitarbeitende nicht, unkonventionelle Ideen einzubringen.

Lösung: Kreatives Umfeld aufbauen mit «Trial and Error»

Kreativität steht für «Trial and Error». Sie erfordert eine Kultur, die Fehler als Lernchancen betrachtet und nicht als Problem. Schaffen Sie ein Arbeitsklima von Offenheit, Vertrauen und Austausch. Schenken Sie den Mitarbeitenden für kreative Einfälle Anerkennung und belohnen Sie Ideen, die umgesetzt werden.

Stolperstein 3: Ideen bleiben auf der Strecke

Kreative Vorschläge werden innerhalb des Unternehmens abgewürgt und kommen gar nicht bis zu den Entscheidungsträgern.

Lösung: Prozesse fürs Ideenmanagement definieren

Legen Sie für das Sammeln, Auswerten und Weiterentwickeln von Ideen und Innovationen klare Prozesse und Verantwortlichkeiten fest. Nach Möglichkeit sollten Ideen am Dienstweg vorbei zentral eingereicht werden können. Es gehört zu den Aufgaben der obersten Führungsebene, die Mitarbeitenden immer wieder zum kreativen Denken und Einbringen von Vorschlägen zu motivieren.

Stolperstein 4: Vorrang für mittelmässige Ideen

Da herausragende Ideen oft einschneidende Veränderungen bedeuten und bei der Umsetzung mehr Arbeit erfordern, werden stattdessen mittelmässige bevorzugt. 

Lösung: Aufgaben abgrenzen

Die am kreativen Prozess beteiligten Mitarbeitenden dürfen keine Angst davor haben, dass gute Ideen Mehrarbeit für sie verursachen. Grenzen Sie daher vor allem bei grösseren Projekten die Aufgaben ab: Ein Team ist nur für Ideenfindung und -bewertung zuständig, ein anderes für die Umsetzung.

Stolperstein 5: Homogenes Team

Personen mit grundsätzlich anderer Sichtweise fehlen im Team. Deshalb bleiben Impulse aus, die kreative Ideen fördern.

Lösung: Heterogenes Team bilden

Stellen Sie Ihr Team so zusammen, dass darin verschiedene Charaktere, Spezialgebiete und Erfahrungen vertreten sind. Weil dadurch ganz unterschiedliche Denkweisen aufeinandertreffen, entstehen mehr unkonventionelle Ideen. Verbindendes Element des Teams sollte der Wille sein, gemeinsam Angebote zu verbessern und Probleme zu lösen.

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Stolperstein 6: Fehlendes Wissen

Die Mitarbeitenden verfügen über zu wenig Fachwissen, um für ein Problem kreative Lösungen zu finden.

Lösung: In Wissen investieren

Je mehr Informationen ein Mensch zu einem Thema hat, desto eher kann er neue Ideen und Innovationen dazu entwickeln. Geben Sie den Mitarbeitenden also genügend Zeit für die fachliche Recherche, führen Sie Schulungen zu neuen Themen durch und schaffen Sie Anreize für individuelle Weiterbildungen.

Stolperstein 7: Schere im Kopf bei der Kreativität

Aus Angst, sich im Team Blösse zu geben, behalten Mitarbeitende unkonventionelle neue Ideen für sich.

Lösung: Spielregeln für Kreativität klar kommunizieren

Vereinbaren Sie als Team Regeln für den kreativen Prozess. Dazu sollte gehören, dass Ideen ungefiltert genannt und nicht gleich kommentiert werden – seien sie auf den ersten Blick noch so abwegig.

Verletzen Mitarbeitende oder Führungskräfte die Regeln, dürfen alle im Team sie darauf aufmerksam machen.

Stolperstein 8: Zeitdruck

Weil Zeit und Ruhe für den kreativen Prozess fehlen und rasche Resultate erwartet werden, bleiben zündende Ideen aus.

Lösung: Hirngerecht arbeiten

Das Gehirn des Menschen entwickelt Ideen vor allem im Ruhemodus. Dann kombiniert es Wissen und Impulse von aussen neu. Rechnen Sie daher für den kreativen Prozess genügend Zeit ein, um Probleme erfolgreich zu lösen. Idealerweise trennen Sie die drei Phasen Analyse/Informationsbeschaffung, Ideenfindung und Ideenbewertung zeitlich. So kann das Gehirn immer wieder in den Zustand des ruhigen Verarbeitens fallen – ideal, um Ideen zu fördern.

Stolperstein 9: Zu schnell aufgeben

Das Team bricht kreative Prozesse ab oder gibt sich rasch mit mittelmässigen neuen Ideen zufrieden, weil die Suche stockt.

Lösung: Unzufriedenheit aushalten

In der zweiten Phase des kreativen Prozesses arbeitet vor allem das Unterbewusstsein des Menschen. Dabei entsteht oft das negative Gefühl, nicht weiterzukommen und zu wenig erfolgreich zu sein. Lassen Sie dem Unterbewusstsein mehr Zeit für seine Arbeit. Oft stellt sich der gewünschte Flow später doch noch ein.

Stolperstein 10: Ideen zu früh bewerten

Weil Ideen im Team zu früh bewertet werden, gerät die Kreativität ins Stocken.

Lösung: Phasen des kreativen Prozesses klar trennen

Finden und Bewerten von neuen Ideen sind zwei verschiedene Phasen des kreativen Prozesses.

Trennen Sie sie klar. Definieren Sie als gemeinsame Regel, dass jede Person im Team darauf hinweisen darf und soll, wenn die Bewertung von Ideen zu früh erfolgt.

Diese Faktoren fördern Kreativität

Laut dem Psychiater und Kreativitätsforscher Rainer M. Holm-Hadulla fördern aus psychologischer Sicht unter anderem folgende Faktoren die Kreativität von Menschen:

  • Intrinsische Motivation
  • Nonkonformismus
  • Selbstdisziplin
  • Überzeugung von der eigenen Sache
  • Toleranz für Kritik
  • Sorgfältige Auswahl von geeigneten Arbeitsfeldern
  • Divergentes Denken unter Berücksichtigung der Tradition
  • Qualifizierte Mitarbeitende

Mehrere dieser Faktoren können Unternehmen erfolgreich beeinflussen.