Mit den 6 Denkhüten effizient zu neuen Ideen Eine Methode mit Perspektivenwechsel von Edward de Bono
Im Zentrum dieser Kreativitätstechnik steht der Perspektivenwechsel. Jeder Hut steht für eine andere Denkhaltung respektive Sichtweise. Das Geniale an der Methode der sechs Denkhüte ist, dass alle Teilnehmenden zur gleichen Zeit denselben Fokus haben. Sie arbeiten miteinander statt gegeneinander. De Bono nennt dies «paralleles Denken». Die Methode eignet sich, um Ideen zu entwickeln und zu bewerten, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen.
Flexibel denken, neue Ideen generieren
Wie Sie komplexe Probleme erfolgreich lösen und schwierige Entscheidungen richtig treffen? Indem Sie verschiedene Blickwinkel einnehmen. Die Fähigkeit, flexibel zu denken und sich in die Lage anderer Menschen zu versetzen, ist auch in Diskussionen hilfreich. Oft fällt es aber schwer, die eigene Sichtweise oder eine einmal eingenommene Position zu verlassen. Da hilft die Methode der «sechs Denkhüte» des britischen Mediziners und Schriftstellers Edward de Bono.
Grundprinzip der sechs Denkhüte
Allen Teilnehmenden stehen verschiedene imaginäre Hüte zur Verfügung, die symbolisch für eine bestimmte Denkrichtung stehen. Mit dem Aufsetzen des gleichen Denkhutes verändern alle gemeinsam die Denk- und Sichtweise. Auf diese Weise bewahrt die Gruppe einen gemeinsamen Fokus. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Resultat in der Regel eine hohe Akzeptanz geniesst, weil jede und jeder am Entscheidungsprozess aktiv mitgewirkt hat und sich dadurch mit dem Ergebnis identifizieren kann.
Die Farbe des Denkhutes symbolisiert, welche Sichtweise die Teilnehmenden einnehmen:
Ablauf eines Kreativmeetings
Alle Teilnehmenden setzen zur selben Zeit denselben Hut auf, ausser der Moderator, welcher den blauen Hut trägt. Begonnen wird mit dem weissen Hut, der für das Erörtern der Sachlage steht. Nach fünf Minuten wechseln alle den Hut. Jetzt ist der rote Hut an der Reihe; nun lassen alle ihren Ideen freien Lauf. Beim gelben Hut beleuchten die Teilnehmenden das Positive der Vorschläge – auch die Kritiker. Dann setzen alle den schwarzen Hut auf und setzen sich mit den Gefahren auseinander. Mit dem grünen Hut wird untersucht, wie sich die Idee weiter verbessern lässt und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit die potenziellen Gefahren nicht Wirklichkeit werden.
Nutzen Sie KI als Protokollführerin
Die sechs Denkhüte sind eine stark strukturierte Methode – ideal, um auch die KI einzubeziehen. Lassen Sie sie zum Beispiel das Protokoll des Kreativmeetings erstellen. Dazu genügt es, ihr Informationen zum Kontext sowie die gesammelten, ungeordneten Stichworte pro Hut zu liefern. Sofort fasst sie die Ergebnisse zusammen, verdichtet und ergänzt sie, zeigt für alle Ideen Vor- und Nachteile auf, visualisiert sie und schlägt eine Systematik für die Bewertung vor.