Werbebriefe texten

Werbebriefe texten Tipps für Briefe, die wirken und verkaufen

Das Internet hat dem Distanzhandel zu neuer Blüte verholfen – und Briefen und Katalogen eine neue Rolle zugeteilt. Sie sind heute weniger Verkaufsinstrumente, als vielmehr wichtige und aufmerksamkeitsstarke Impulsgeber für den Onlinehandel. Und nach wie vor eignen sich Werbebriefe und Kataloge hervorragend, um Interessenten zu generieren und Verkäufe anzubahnen. Wie aber muss man einen Werbebrief schreiben, damit ihn die Empfänger lesen und wunschgemäss handeln? Lesen Sie hierzu unsere Tipps.

Frau sitzt an ihrem Schreibtisch zu Hause und liest einen Brief.

Ein Werbebrief soll...

... den Leser persönlich ansprechen.

Beispiele:

  • «Guten Tag Frau Musterfrau»
  • «Lieber Herr Mustermann»
  • «Sie gehören zu unseren wichtigsten Kundinnen und Kunden. Deshalb ...»

... im Einstieg nicht über die Firma oder das Produkte schreiben oder den Leser mit allgemeinen Feststellungen langweilen, sondern dem Leser sagen, was er vom Angebot hat.

Beispiele:

  • «Nie mehr Papierstau ... » statt «Wir haben einen neuen Laserprinter entwickelt» oder
  • «Im Zeitalter sich wandelnder Märkte ...»

... auch nicht sagen, was das Produkt kann – schon gar nicht mit vielen technischen Begriffen, sondern was es der Zielperson bringt.

Beispiele:

  • «Sicherheit und tiefe Kosten, das muss kein Widerspruch sein ...» oder
  • «Schnell, leise, hochwertig – so druckt der neue Laserprinter xy»

... den Leser zum Träumen bringen.

Beispiel: «Was wäre, wenn gut und gesund kochen kaum Zeit kosten würde ...»

... dem Leser das Gefühl geben: Hier geht es um dich!

Beispiele:

  • «Für Unternehmensberater unter Zeitdruck: Wie Sie Ihre Präsentationen blitzschnell grafisch aufbereiten»
  • «Wussten Sie, dass Frauen bei der Geldanlage meist erfolgreicher sind als Männer?»

... den Leser involvieren.

Beispiele:

  • «Stellen Sie sich vor ...» oder
  • «Kennen Sie diese Situation?»

... den Leser überraschen.

Beispiel: «Wussten Sie, dass Mailings starke Nebenwirkungen haben?»

... den Leser emotional berühren.

Beispiel: «Ist es nicht herrlich, die erste Frühlingssonne auf der Haut zu spüren, das frische Grün einzuatmen...»

... wie ein persönliches Gespräch zuvorkommend, offen und emotional sein, um beim Leser ein vertrautes und behagliches Gefühl auszulösen.

Beispiel: «Vor ein paar Wochen reisten Sie von unserem kleinen Ferienparadies in Richtung Alltag ab. Sind Sie gut angekommen? Wir danken Ihnen nochmals ganz herzlich dafür, dass Sie Ihre schönsten Tage im Jahr bei uns verbracht haben ...»

... dem Leser zeigen, dass viele Menschen vom Angebot begeistert sind.

Beispiel: «Mehr als 230 Geschäftskunden nutzen unseren Texter-Service bereits ...»

... mögliche Einwände des Lesers entkräften und die unausgesprochenen Fragen beantworten.

Beispiel: «Die Vorhänge sind farbecht und bleiben deshalb auch bei starker Sonneneinstrahlung schön»

... den Leser direkt ansprechen, statt nur über uns zu reden, ihn aber auch nicht durch ein Übermass an direkter Ansprache bedrängen.

Beispiel: «Auf der xy-Matratze schlafen Sie wie im siebten Himmel» statt «Wir haben eine Füllung entwickelt, die sich dem Körper anpasst ...»

... auch Wir-Formulierungen enthalten.

Beispiele:

  • «Wir freuen uns, wenn Sie uns besuchen ...»
  • «Neugierig? Wir erzählen Ihnen gerne mehr ...»

... einfach, bildhaft, aktiv, konkret und präzis geschrieben sein.

Beispiele:

  • «Sie erhalten» statt «Wir stellen Ihnen zur Verfügung»
  • «Wir freuen uns, wenn Sie teilnehmen» statt «Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen»
  • «Chefsessel» statt «Bürostuhl»
  • «Wir testen» statt «Wir führen den Test durch»
  • «In zehn Minuten» statt «viel schneller» usw.

... nur positive Aussagen enthalten.

Beispiele:

  • «einfach» statt «kein Problem»
  • «reich» statt «nicht arm»
  • «sicher» statt «kein Risiko»

Onlinekurs «Texten»

Im Onlinekurs «Texten» lernen Sie in fünf Kursteilen, worauf es beim Kreieren verschiedener Textsorten ankommt. Ob Geschäftskorrespondenz, Webtexte oder Printpublikationen: Sie erhalten Hintergrundwissen und Praxistipps.

Jetzt gratis anmelden

... nicht sagen, dass Sie gut sind, sondern warum.

Beispiel: «Aus 120 realisierten Projekten wissen wir, worauf es bei xy ankommt.»

... der Zielperson beweisen, dass das Angebot gut ist, zum Beispiel mit Kundenstatements, Testergebnissen, Studienresultaten, Bestseller-Hinweisen u.a.m.

Beispiele:

  • «... unser meistverkaufter Stuhl der Saison»
  • «Der Business-Trolley ist der Testsieger bei ...»

... dem Leser die Angst nehmen, einen Fehlentscheid zu treffen.

Beispiel: «Wenn Sie das Ergebnis nicht überzeugt, erhalten Sie Ihr Geld zurück»

... dem Leser ein interessantes (und wenn möglich limitiertes) Angebot unterbreiten.

Beispiele:

  • «Bis Ende November 2020 erhalten Sie auf Ihre Bestellungen 10 Prozent Rabatt.»
  • «Wenn Sie jetzt bestellen, erhalten Sie gratis ein 5-teiliges Taschenmesser dazu.»

... Druck erzeugen.

Beispiel: «In 14 Tagen ist Weihnachten! Nutzen Sie jetzt die letzte Gelegenheit, einfach und bequem per Post einzukaufen ...»

... dem Leser genau sagen, was er tun soll.

Beispiele:

  • «Besuchen Sie unsere Filiale am Bärenplatz 8 in Bern oder bestellen Sie gleich jetzt online.»
  • «Einfach beigelegte Antwortkarte ausfüllen und noch heute in den nächsten Briefkasten werfen.»

... den Leser nicht durch zu viele Imperative anschreien, einer am Schluss ist aber richtig und wichtig.

Beispiele:

  • «Bestellen Sie jetzt Ihr kostenloses Probeexemplar.»
  • «Wie hoch wollen Sie hinaus? Ihre Pläne interessieren uns. Schreiben Sie uns.»

... den Leser mit einem netten Wort verabschieden.

Beispiele:

  • «Sehen wir uns auf der Messe? Das wäre schön.»
  • «Einen farbenfrohen Herbst wünscht Ihnen ...»

Weitere Tipps für Ihren Werbebrief

  • Geben Sie Ihrem Werbebrief eine klare Stuktur. Nutzen Sie dafür beispielsweise die PPPP-Methode (siehe unten).
  • Zeigen Sie dem Empfänger auf einen Blick auf, was wichtig ist (der Nutzen!) – also indem Sie im Mailing mit Hervorhebungen, Bulletpoints, kurzen Abschnitten, Zwischentiteln, PS und Headline arbeiten.
  • Ihr Brief soll nur so viele Informationen enthalten, wie der Leser braucht, um entscheiden zu können. Aber auch nicht weniger.
Mit der Die PPPP-Methode Werbebriefe strukturieren
  • Picture: Malen Sie Ihrer Zielperson mit anschaulichen Worten ein Bild. Sagen Sie ihr zum Beispiel, wie sie mehr Zeit für ihre Hobbys gewinnt (Einstieg).
  • Promise: Versprechen Sie ihr, dass Ihr Angebot ihren Wunsch (das Bild) erfüllen kann (Mittelteil).
  • Proof: Geben Sie ihr dafür Beweise. Zum Beispiel mit Zitaten zufriedener Kunden, Marktstudien, Testresultaten, konkreten Erfahrungen rund ums Produkt (Mittelteil, ev. neuer Abschnitt).
  • Push: Fordern Sie die Zielperson auf zu handeln. Schreiben Sie konkret, was sie tun soll (Ausstieg und ev. PS).