Textentwicklung

Textentwicklung Kreative Texte schreiben und den eigenen Schreibstil entwickeln

Texte lassen sich nach Plan, also eher «kopflastig», oder «aus dem Bauch heraus» schreiben. Aber kaum je gelingen längere Texte auf Anhieb. Schreiben heisst recherchieren, entwerfen, nachdenken, überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten. Bis der Text die Botschaft präzis und pointiert vermittelt. Wie dies gelingen kann, lernen Sie mit unseren Fachbeiträgen und Tipps für die Textentwicklung.

Eine Frau schreibt in ein Notizbuch
Beim kreativen Schreiben ist alles erlaubt – ausser, den Schreibfluss zu unterbrechen.

Es gibt unterschiedlichste Methoden, einen Text zu verfassen: Mit einem klaren Plan oder aus dem Inneren heraus – und mit allen Abstufungen dazwischen. Kopfschreiberinnen und -schreiber strukturieren den Inhalt zuerst stichwortartig und «füllen» dann die Inhalte ab, Bauchschreiberinnen und -schreiber hingegen entwickeln ihre Texte mit Hilfe bildlichen Denkens und ihrer eigenen Erlebniswelt – und giessen sie erst danach in die richtige Form. Dieses mehrstufige Vorgehen lernen Sie hier kennen.

Schreiben Sie einen Entwurf

Lösen Sie sich als Autorin oder Autor von der Vorstellung, gleich beim ersten Anlauf einen professionellen Text aufs Papier zu zaubern. Beim Rohtext ist wichtig, sich von den formalen Anforderungen zu lösen und den inneren Kritiker zum Teetrinken zu schicken. Die Vorstellung, einfach mal aufzuschreiben, was da ist, nimmt auch die Angst vor dem weissen Blatt. Gehen Sie bei der Textentwicklung wie folgt vor:

  1. Sammeln Sie relevante Informationen zu Ihrem Thema.
  2. Sorgen Sie dafür, dass Sie 20 Minuten ungestört sind.
  3. Erstellen Sie ein Mind-Map mit Begriffen, die Ihnen dazu einfallen (10 Minuten).
  4. Nehmen Sie den erstbesten Gedanken zu Ihrem Thema und schreiben Sie ohne jeden Anspruch. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf und schreiben Sie einfach mit. Ohne zu bewerten. Ohne zu gewichten. Dabei ist alles erlaubt – ausser, den Schreibfluss zu unterbrechen. Denken Sie tief und von allen Seiten. Lassen Sie nichts vorbeiziehen, ohne es zu notieren. Wer weiss, wozu es gut ist. Je umfangreicher der Entwurf, desto grösser die Chance, dass gute Ideen drinstecken. Auf dieser Reise weiss man übrigens nie, wohin einen dieses «Etwas-daraus-machen» führen wird: zu rein gar nichts (verschwendete Zeit), zu einer Menge Kritik (verletzter Stolz) oder zu einer grossen Idee respektive einem genialen Text (Bingo!).

Arbeiten Sie an Ihrem Rohtext

Am nächsten Tag giessen Sie den Rohtext in die gewünschte Textform (Werbebrief, Medienmitteilung, Webpage usw.) bzw. wählen beim Content Marketing die passende Textsorte (Interview, Fachbeitrag, Listicle etc.). Prüfen Sie dann, ob der Text alle Informationen enthält, die notwendig sind, um die Botschaft schlüssig zu übermitteln. Dazu strukturieren Sie den Text, bauen ihn aus, trennen die Spreu vom Weizen, ergänzen fehlende Informationen, Zwischentitel usw. Geben Sie ihm durch passende Wörter Farbe und Tiefe und betrachten Sie ihn aus verschiedenen Blickwinkeln. Vielleicht entdecken Sie dabei neue Zusammenhänge und neue Sichtweisen.

Geben Sie Ihrem Text den letzten Schliff

Legen Sie Ihren Text nochmals zur Seite. Beim erneuten Lesen mit «kaltem Blick» fallen Ihnen vielleicht plötzlich Dinge auf, die Sie vorher nicht bemerkt haben. Zudem fällt Ihnen insbesondere beim lauten Lesen schnell auf, ob Sie eine erfolgreiche Interaktion mit Ihren Leserinnen und Lesern starten oder vielmehr ein Selbstgespräch führen. Prüfen Sie Wortwahl, Satzbau, Stil, Orthografie und Grammatik. Ideal ist, wenn zudem jemand anders Ihren Text liest.

Die Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.

Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller und Pilot, 1900 – 1944

Hervorhebungen als wichtige Orientierungshilfe

Hervorhebungen ermöglichen den Leserinnen und Lesern, sofort einzuschätzen, ob das Angebot beziehungsweise die Botschaft interessant ist und sich das Weiterlesen lohnt. Dies ist insbesondere im Internet wichtig, weil die Nutzerinnen und Nutzer dort vor allem suchend unterwegs sind und gut gemachte Texte in dieser Phase nur mit den Augen scannen. Heben Sie daher positive und relevante Aussagen hervor.

Lesen Sie hier weitere interessante und hilfreiche Beiträge und Tipps für die Textentwicklung.

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