8 ungewöhnliche Papier-Erfindungen



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8 ungewöhnliche Papier-Erfindungen Was Papier auch noch kann

Papier hat viele Qualitäten. Es macht Informationen beständig, lässt sich anfassen, einordnen, sammeln. Papier ist sinnlich und damit auch ein emotionaler Botschafter. Doch Papier kann dank modernen Erfindungen und kreativen Ideen noch viel mehr: Zum Beispiel Wasser filtern, Sonnenstrom produzieren oder Informationen liefern.

Erfindung 1: Trinkbares Buch

Wissenschaftler der Universität Virginia, USA, haben ein technologisches Filterpapier entwickelt, das Bakterien in kontaminiertem Wasser um über 99,9 Prozent reduziert und so trinkbar macht. Im Auftrag von WaterIsLife.com wird es als «Drinkable Book» kostengünstig produziert und in einer Box geliefert, die dazu dient, das Wasser zu filtern. Darüber hinaus klärt es Menschen über die Gefahren von verschmutztem Wasser auf. Dieses Video zeigt, wie das trinkbare Buch funktioniert.

Erfindung 2: Gedruckte Solarzellen auf Papier

Forscher der Technischen Universität Chemnitz haben Solarmodule entwickelt, die auf Papier gedruckt werden. Die Technologie «3PV» setzt auf herkömmliche kostengünstige Druckverfahren wie Tief-, Flexo- und Offsetdruck auf Standardpapieren. Das bedruckte Papier lässt sich später als Altpapier recyceln. Spezielle Druckfarben mit elektrischen Eigenschaften bilden die notwendigen Strukturen auf dem Papier, um bei Lichtbestrahlung Strom zu erzeugen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, mobile Dinge einfach und autark mit Strom aus Papier zu versorgen. Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz.

Erfindung 3: Stromgenerator in Printprodukten

Wissenschaftler von Disney Research haben eine Methode entwickelt, mit der aus der Reibung papierähnlicher Materialien Strom gewonnen werden kann. Die so erzeugte Energie kann mehrere LEDs und kleine Displays betreiben. Zur Website über den Stromgenerator.

Erfindung 4: Intelligentes Papier

Das schwedische Telekommunikationsunternehmen Ericsson hat das Verpackungsmaterial «Connected Paper» entwickelt, mit dem sich Informationen über das darin verpackte Produkt direkt auf dem Smartphone anzeigen lassen. Durch die Berührung des Papiers wird die Elektronik darin aktiviert, woraufhin die Informationen aus der Cloud an das Smartphone übermittelt werden. Wie das funktioniert, sehen Sie im Video über das intelligente Papier.

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Erfindung 5: Selbstfaltendes Papier

Wissenschaftler aus den USA haben ein Material entwickelt, das sich selbstständig faltet. Das magische Material ist ein etwa 0,5 mm dickes Quadrat aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit einer Kantenlänge von vier Zentimetern. Es ist unterteilt in 32 Dreiecke, die mit Silikongelenken verbunden sind. Einige der Gelenke verfügen über Aktoren – kleine Formgedächtnisstreifen aus einer Nickel-Titan-Legierung. Werden diese unter Strom gesetzt, werden sie warm und verformen sich. Zugegeben: Mit Papier hat dies nicht mehr viel zu tun ... Sehen Sie im Video, wie sich das Papier faltet.

Erfindung 6: Werbeplakat als Geschenkpapier

Coca-Cola hat zur Weihnachtszeit Plakatdisplays in verschiedenen Einkaufszentren in Belgien so präpariert, dass Besucher sich Stücke einer Werbeplakatrolle abreissen und als Geschenkpapier verwenden konnten. Auf Trendexplorer finden Sie ein Video über das spezielle Geschenkpapier.

Erfindung 7: Mailing aus essbarem Papier

Einen Vorgeschmack dessen, was die Verkehrsbetriebe Zürich VBZ auf ihren kulinarischen Spezialfahrten bieten, erhielten die Empfänger eines B2B-Mailings aus der Kreativwerkstatt der Agentur am Flughafen. Sie konnten nämlich das auf Esspapier gedruckte Mailing nach dem Lesen ganz einfach aufessen. Das Fallbeispiel zeigt, dass es trotzdem in Erinnerung blieb.

Erfindung 8: Papier aus Stein

Die Herstellung von Steinpapier erfordert rund 80 Prozent Kalziumkarbonat (Kalkstein) und 20 Prozent Bio-Polyethylen-Harz (Bindemittel). Der Bedruckstoff ist öl- und wasserresistent, lebensmittelecht, schwer entflammbar und reissfest. Durch seine glatte Oberfläche eignet es sich sowohl für Offset- und Digitaldruck als auch für den Einsatz in Tintenstrahldruckern. Lesen Sie mehr dazu auf Wikipedia.