Unternehmerische Erfolgsfaktoren

Am Anfang steht die Leidenschaft

Erfolg ist kein Zufall. Mit der richtigen Einstellung und Strategie sind die Chancen gross, dass Ihrem Unternehmen eine goldene Zukunft bevorsteht.

«Der einzige Weg, grossartige Arbeit zu leisten, ist, diese zu lieben» sagte Steve Jobs, Mitbegründer von Apple und Wirtschaftsikone. Und inspirierte damit Tausende, es ihm gleichzutun und ein Unternehmen zu gründen. Auch der Unternehmensberater Hermann Simon vertritt diese Meinung und bestätigt: «Leidenschaft ist die Basis eines jeden Unternehmenserfolgs.»

Der renommierte Wirtschaftsprofessor analysierte Tausende von Firmen und fasst das Erfolgsgeheimnis wie folgt zusammen: «Erfolgreiche Unternehmer eint die hohe Identifikation mit ihrem Beruf. Wenn man sie um drei Uhr nachts weckt, denken sie an ihr Geschäft.»

Überzeugungstäter sind erfolgreich

Rolf Boffa, «Entrepreneur of the year 2010», ist seit eh und je Tierliebhaber. Mit der Gründung eines Versandhandels für Tierprodukte kombinierte er Beruf und Leidenschaft. 1991 stieg er in den Zoofachhandel ein und eröffnete die erste Qualipet-Filiale. In den letzten 25 Jahren baute er das Filialnetz kontinuierlich aus und machte Qualipet zum unangefochtenen Branchenprimus.

Und zu einem gelungenen Beispiel dafür, dass Freude an der Sache zum Erfolg führen kann. Unter der Voraussetzung, dass sie gepaart wird mit ambitiösen Zielen. Hätte Boffa mit seinem Unternehmen nicht Marktführer werden wollen, wäre er es auch nicht geworden. «Sie fokussieren stark auf das Ziel. Sie sind von ihrer Sache besessen und verfügen über viel Ausdauer und Energie», sagt Simon über erfolgreiche CEOs.

Qualität statt Quantität

Das Gleiche gilt auch für Unternehmen: Firmen mit einem breiten Sortiment werden nie qualitativ gleichwertige Leistungen erbringen können wie Spezialisten. Sie konkurrieren über den Preis. Das ist für kleinere und mittlere Unternehmen in der Hochpreisinsel Schweiz eine grosse Herausforderung. Deshalb ist es ratsam, sich durch Qualität von der in- und ausländischen Konkurrenz abzuheben.

Portrait von Hermann Simon

«Unternehmen müssen sich auf wenige Angebote oder Leistungen fokussieren und jene abstossen, bei denen sie nicht zur Spitze gehören können und der Konkurrenz nicht überlegen sind», rät Simon. Die Fokussierung könne sich auf unterschiedliche Inhalte beziehen wie Kunden, Produkte, Leistungsportfolio, Kompetenzen, Zugang zu Ressourcen, Teile der Wertschöpfungskette oder Preissegmente.

Fokussiert verbessern

Dieses Prinzip beispielhaft umgesetzt hat Hemro: Das Unternehmen aus Bachenbülach stellt qualitativ hochstehende Kaffeevermahlungsprodukte her. Keine Kaffeemaschinen, einzig Mühlen und Mahlscheiben. Eine solch starke Fokussierung bedingt eine ständige Weiterentwicklung.

So investiert Hemro viel in Forschung und Entwicklung, um die Qualität und Einzigartigkeit seines Angebots langfristig zu sichern. Und damit die Konkurrenz weiter hinter sich zu lassen. Zudem baut der Kaffeevermahler seinen Kundenservice stetig aus. Mit Erfolg: Hemro ist seit Jahren Weltmarktführer. Erfahren Sie im Unternehmensporträt mehr über den «Hidden Champion Hemro».

Globales Potenzial nutzen

Hemro nutzt bewusst die Möglichkeiten der Globalisierung, um den Markt seines Nischenprodukts zu vergrössern, und exportiert in die ganze Welt. «Jedes Unternehmen, das wachsen will, sollte diese Chance packen», sagt Simon. Schweizer Unternehmen suchten den Schritt ins Ausland vergleichsweise schnell, da der Binnenmarkt sehr klein sei.

Trotzdem: Internationalisierung erfordert zweifellos Mut. Mut, der sich aber auszahlen kann. Das beweist das Zürcher Laufschuhunternehmen On. Bereits ein Jahr nach der Gründung im Jahr 2010 wagte das Start-up diesen Schritt. Heute ist On in über fünfzig Ländern erfolgreich tätig.

Der Mensch im Zentrum

«Ein Picasso kann als einzelner Weltruhm erlangen. Aber ein Unternehmer braucht dafür ein Team», sagt Simon. Die Wichtigkeit von Mitarbeitenden könne nicht genug hervorgehoben werden. Gerade in Soft-Faktoren wie Unternehmenskultur und Mitarbeiteridentifikation gelte es zu investieren. Das erhöhe die Produktivität und halte die Fluktuation gering.

Letzteres ist eines der Erfolgsrezepte von Globetrotter. Die Fluktuationsrate beim Schweizer Reiseunternehmer liegt bei tiefen zehn Prozent. Die Mitarbeitenden selbst reisen bis zu zwölf Wochen jährlich und geben ihre Erfahrungen und Begeisterung an die Kunden weiter. Das Beispiel zeigt, dass Leidenschaft nicht für die Chefetage reserviert ist. Wenn sie bis zum einzelnen Mitarbeitenden durchdringt, kann sie wirklich Grosses bewirken. 

 

Über Hermann Simon

Der pensionierte Wirtschaftsprofessor Hermann Simon ist Chairman des international tätigen Strategieberatungsbüros Simon, Kucher & Partners. Simon gehört zu den einflussreichsten Managementberatern im deutschsprachigen Raum. Er veröffentlichte zahlreiche Bestseller, in seinem Buch «Hidden Champions» identifizierte er die Erfolgsfaktoren von mittelständischen Unternehmen.

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