Der Flyer – Kernelement des Mailings



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Der Flyer – Kernelement des Mailings So gestalten und texten Sie Flyer

Mit Flyern, Werbeprospekten oder Broschüren rücken Sie Ihr Angebot im Mailing ins beste Licht und stellen Sie die Vorteile und den Nutzen für Ihre Zielgruppe glaubwürdig und überzeugend dar – in Wort und Bild. Als Kernelement des Mailings vermittelt der Flyer Ihrer Zielgruppe die Informationen zum Angebot und alle Argumente, die dafür sprechen.

Die vier Bestandteile eines Mailings (Versandcouvert, Brief, Flyer und Antwortelement) in der Übersicht

Die Grundlagen

Der Flyer enthält alle wichtigen Information zu Ihrem Angebot. Er sollte so konzipiert sein, dass Sie ihn auch für andere Werbezwecke einsetzen können. Der Flyer bietet Raum für ausführlichere Beschreibungen, Fotos, Diagramme, Illustrationen und weitere grafische Elemente aller Art. Ihrem kreativen Spielraum sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Der Flyer soll vor allem auch visuell ansprechend sein und eignet sich ideal, um Emotionen auszulösen. Das Design der Titelseite spielt dabei eine Schlüsselrolle. Starke Bilder, griffige Headlines, Teaser-Aussagen und ins Auge springende Grafikelemente wecken Interesse. Die Titelseite muss dazu einladen, den Flyer durchzublättern und sich mit dem Angebot auseinanderzusetzen.

Spannung erzeugen und Lesefluss steuern

Beim Design der Innenseiten geht es darum, die Spannung aufrecht zu halten und die Leserin oder den Leser Schritt für Schritt durch Ihr Angebot zu führen. Dazu braucht es eine klare, leicht nachvollziehbare Struktur. Unterstützt wird diese durch eine sinnvolle Gliederung der Inhalte, durch prägnant formulierte Haupt- und Zwischentitel und durch den gezielten Einsatz von Bildern.

Um den Lesefluss zu steuern, wählen Sie am besten grafische oder typografische Elemente. Dazu zählen farbige Hintergrundflächen, grafische «Störer» wie Panels, Einkreisungen von Textelementen und Fettdruck, Unterstreichungen oder Farbmarkierungen.

Gehen Sie mit dem verfügbaren Platz grosszügig um: Ihre Texte müssen gut lesbar sein. Wählen Sie eine geeignete Schriftart und -grösse, gliedern Sie den Text in «gut verdauliche» Häppchen und gehen Sie grosszügig mit Weissraum um.

Nutzen kommunizieren

Beim Schreiben der Texte ist es wichtig, dass Sie die Leserperspektive einnehmen. Zu viele Ich- oder Wir-Botschaften wirken selbstbezogen, während die Ansprache mit «Sie» Einfühlungsvermögen und Bedürfnisorientierung signalisiert. Nicht die Marktleistung selbst ist für die Zielgruppe von Interesse, sondern der Mehrwert, den das Angebot für sie erzeugt. Die Texte des Flyers münden stets in eine Handlungsaufforderung (Call-to-Action). Die Leserin oder der Leser soll auf das Angebot reagieren und eine klare Handlungsempfehlung erhalten, zum Beispiel: mehr Informationen oder Muster anfordern, eine Direktbestellung aufgeben, sich für einen Event anmelden.

Wirkungsvolle Dramaturgie aufbauen

Form und Umfang des Flyers hängen vom Informationsvolumen ab, dass Sie für die Darstellung Ihres Angebots benötigen. Für eine Einladung zu einem Tag der offenen Tür reicht ein einfacher Falzprospekt möglicherweise aus. Bei der Vermarktung komplexer Angebote braucht es für eine ansprechende Präsentation mehr Platz. Klassische Flyer lassen sich in nahezu jedem beliebigen Umfang gestalten: mit zwei, vier, sechs oder mehr Seiten. Wie viele es schliesslich sein sollen, wird nicht nur vom Inhalt bestimmt, sondern ist auch eine Frage der Dramaturgie. Auch die geeignete Falzung trägt zu einem effektvollen Aufbau der Inhalte bei.

Wählen Sie das Papier bewusst

Ein nicht zu unterschätzendes Designelement ist die Materialisierung. Es gibt unzählige Papiersorten, die Ihrem Flyer eine spezielle Anmutung verleihen. Ob das Papier dick oder dünn, hochglänzend oder matt, weiss oder getönt sein soll, hängt von der Art Ihres Angebots ab – das Papier muss dazu passen und Effekte erzielen. Weitere Veredelungsmöglichkeiten sind vollflächige oder partielle Lackierungen oder Prägungen.

Postalische Voraussetzungen im Auge behalten

Berücksichtigen Sie bereits zu Beginn des Gestaltungsprozesses, dass sich das Format und das Gewicht direkt auf die Versandkosten auswirken. Bei klassischen Mailings werden die Endformate A6/5 und A5 klar bevorzugt, da sich C6/5- beziehungsweise C5-Couverts in der günstigsten Portoklasse versenden lassen. Das maximale Gewicht bei diesem Versandformat und dieser Portoklasse beträgt 100 Gramm für das gesamte Mailing.

Leitfaden für die Textentwicklung eines Flyers

Die praktische Anleitung hilft Ihnen, Schritt für Schritt wirkungsvolle Texte für Flyer, Prospekte und Broschüren zu erstellen

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Konzept und Text erstellen

Content is King. Dieser Grundsatz gilt auch für gedruckte Kommunikationsmittel. Stellen Sie in einem ersten Arbeitsschritt sämtliche Informationen bereit, die für den Inhalt Ihres Flyers relevant sind. Greifen Sie auf eigene und fremde Quellen zurück, führen Sie bei Bedarf Onlinerecherchen oder Befragungen durch, definieren und gestalten Sie Ihr Angebot möglichst umfassend und klar. Auf der Grundlage dieses Briefings, das Sie für sich selbst erstellen, legen Sie in strukturierter Form die Inhalte Ihres Flyers fest. Für diese erste Phase der Konzept- und Textentwicklung genügen Stichworte und Halbsätze. Mit der Definition der Inhalte entsteht bereits eine grobe Inhaltsstruktur.

Zentrale Botschaften sind die Vorteile und der Nutzen Ihres Angebots. Diese beiden Themen sind klar zu trennen: Die Vorteile beziehen sich auf das Produkt oder die Dienstleistung, der Nutzen beschreibt den Mehrwert, den das Angebot dem Kunden bringt.

Drei einfache Beispiele:

  • Der günstige Preis ist ein Vorteil. Der Nutzen besteht darin, dass der Kunde Geld spart.
  • Mineralstoffe in einem Blumendünger sind ein Vorteil. Der Nutzen für den Kunden ist ein blühender Garten.
  • Die neue Methode zum Erlernen einer Fremdsprache ist ein Vorteil. Der Nutzen für den Kunden besteht darin, dass er sich im fremdsprachigen Ausland problemlos verständigen kann.

Umgang mit Vorteilen und Nutzen

Vorteile und Nutzen eines Angebots hängen eng zusammen, da sich der Nutzen aus dem Mehrwert ergibt. Für die verbale Darstellungsform bieten sich drei Grundmuster an.

Variante 1: Vorteile als Aufzählung behandeln – Nutzen/Mehrwert als Fliesstext formulieren
Variante 2: Vorteile als Fliesstext formulieren – Nutzen/Mehrwert als Aufzählung behandeln
Variante 3: Vorteile und Nutzen miteinander verwoben
Die Vorbereitung für die Textentwicklung: Definition der Inhalte

Der nächste Schritt: Texten

Mit der Definition der Inhalte haben Sie die inhaltliche Grundlage für die Textentwicklung geschaffen. Jetzt geht es darum, die Inhalte zu erstellen und in die richtigen Worte zu fassen. Mit einem methodischen Vorgehen bauen Sie den Text sinnvoll auf, erzielen Sie eine hohe Textqualität und kommen Sie bei der Textentwicklung zielorientiert voran.

Der wichtigste Grundsatz beim Schreiben: Behalten Sie stets Ihre Leserinnen und Leser im Auge. Texte müssen inhaltlich relevant, informativ und spannend sein. Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, steigt der Leser aus und die Wirkung verpufft.

  • Schreiben Sie den ersten Entwurf möglichst spontan und halten Sie sich nicht lange mit Feinheiten bei Wortwahl und Formulierungen auf. Die erste Fassung ist ein Rohtext. Legen Sie diesen beiseite, damit Sie Abstand gewinnen.
  • In einer zweiten Runde überarbeiten und verbessern Sie den Rohtext. Prüfen Sie, ob die Wortwahl treffsicher ist und die Formulierungen überzeugen.
  • In der dritten Runde prüfen Sie den Text kritisch und geben ihm den letzten Schliff. Achten Sie jetzt auch sorgfältig auf Rechtschreibung und Grammatik und korrigieren Sie Fehler.

Korrekte Texte sind eine Visitenkarte des Unternehmens und zeugen von Respekt gegenüber dem Leser. Lassen Sie Ihren Textentwurf von einer oder mehreren Personen gegenlesen. Idealerweise legen Sie den Text einer professionellen Korrektorin oder Lektorin zur Prüfung vor.

Ziel muss es sein, für die Gestaltung eine einwandfreie Textvorlage bereitzustellen. Ist der Text einmal abgesetzt und ins Layout eingefügt, sind Korrekturen aufwendig und verursachen unnötige Mehrkosten.