Standortbasiertes Retail Marketing



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Werben über standortbezogene Dienste

Passanten oder Kunden und Interessenten, die sich bereits im Geschäft befinden, sind häufig in Kaufstimmung und daher eher offen für Werbeangebote. Mit standortbezogenen Diensten können Anbieter diese äusserst affine Zielgruppe via deren mobile Endgeräte direkt ansprechen.

Mann im Anzug mit einem Smartphone.
Bild: unsplash/Kait Loggins

Wenn beim Vorbeigehen ein Angebot des Lieblingssportgeschäfts auf dem Smartphone-Display eines Passanten erscheint, stehen die Chancen gut, dass dieser den Laden auch betritt. Menschen im nahen Umkreis auf diese Weise zum Kauf anzuregen, ist daher vielversprechend. Es bedingt jedoch, dass die Konsumentinnen und Konsumenten ihre Standorte freigegeben und je nach Technologie zudem WLAN oder Bluetooth aktiviert haben. Drei dieser technologischen Möglichkeiten werden nachfolgend kurz vorgestellt.

Geofencing: Menschen in einem bestimmten Umkreis ansprechen

Mit Geofencing ist es möglich, Menschen zu orten und anzusprechen, die sich in einem bestimmten geografischen Umfeld aufhalten – über GPS, Mobilfunksignale oder WLAN. Geofences werden typischerweise um Filialen oder andere relevante Orte gelegt. Für einen Sportartikelhändler könnte dies beispielsweise ein Fussballplatz oder ein Vita Parcours sein. Er kann nun direkt auf Angebote hinweisen oder ihnen später, beispielsweise, wenn sie sich in der Nähe seines Geschäftes befinden, eine Pushnachricht zusenden. Marketer nutzen diese Technologie auch, um auf einen Event hinzuweisen oder nach einem Restaurantbesuch nach der Meinung zu fragen. Um solche Nachrichten empfangen zu können, müssen Smartphone-Besitzer eine App herunterladen und ihr Einverständnis geben.

Landkarte mit einigen farbigen Stecknadeln.
Bild: unsplash/delfi de la Rua

Beacons: Menschen in Räumen erreichen

Wenn es darum geht, auf den mobilen Geräten der Kunden am Point of Sale Produktinformationen und Sonderangebote einzublenden, Kaufverhalten oder Besucherströme zu analysieren, kommen meist Beacons zum Einsatz. Der englische Begriff Beacon steht für «Leuchtfeuer» und bringt damit das Funktionsprinzip der Technologie auf den Punkt: Beacons sind kleine, auf Bluetooth Low Energy (BLE) basierende elektronische Sender, die in geschlossenen Räumen platziert sind und in festen Zeitintervallen schwache Signale aussenden. Smartphones, Smartwatches oder andere mobile Geräte, die sich in einer Reichweite von bis zu 30 Metern befinden, empfangen diese Signale und können damit eine Aktion ausführen.

Eine sehr einfache Möglichkeit, Passanten und Ladenbesucher persönlich zu erreichen, ist das sogenannte WLAN-Marketing. Dabei nutzen Geschäfte die Technologie selbst als Werbemedium, indem sie einen öffentlichen Hotspot anbieten. Mit dem kostenlosen WLAN-Angebot schaffen sie bereits einen Kundennutzen und darüber hinaus eine positive Aussenwirkung. Bei WLAN-Marketing wird den Nutzern direkt nach dem Login ein attraktives Angebot oder die Website angezeigt. Die Nutzer sind in dieser Situation empfänglich für Werbebotschaften und oft auch eher bereit, über eine Feedback-Option ihre Meinung kundzutun.

Eine von vielen Möglichkeiten

Das Smartphone bietet Ladenbesitzern noch viele weitere Möglichkeiten, potenzielle Kunden anzusprechen. Beispielsweise über lokale Suchmaschinenwerbung, lokales Live-Couponing wie es DayDeals oder DeinDeal anbieten, über Facebook (als «lokales Unternehmen» eintragen), Verzeichnisse wie yelp, über eine für die lokale Suche optimierte Website oder über das neue Angebot Profital – eine App und Webplattform, über die sich Nutzer via Smartphone zielgerichtet über Angebote in ihren Lieblingsläden informieren und sich bei Aktionen benachrichtigen lassen können.

Location-based Services (LBS)

Mithilfe von standortbezogenen Diensten können Anbieter Menschen erreichen, die sich an einem bestimmten Ort befinden. Damit Smartphone-Nutzer Push-Mitteilungen empfangen können, müssen sie einerseits ihren Standort über das Gerät freigeben, andererseits muss sich die Position des Smartphones und somit des Nutzers bestimmen lassen – beispielsweise über GPS, das Mobilfunknetz GSM, via Geotargeting über IP-Adresse und WLAN oder über Bluetooth in Kombination mit einer App. LBS wird nicht nur im Marketing verwendet, sondern auch für Anwendungen wie Navigation, Stauwarnung, Personensuche, Routen- und Zeitaufzeichnungen in Sportapps, standortbezogene Spiele und anderes mehr.

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