Authentischer Auftritt



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Zehn Tipps für den authentischen Auftritt

Hinter einem souveränen und authentischen Auftritt steckt harte Arbeit, viel Vorbereitung und die klare Fokussierung auf Ihre Kernbotschaften. Denn weniger ist mehr. Das gilt auch für die Länge Ihrer Rede und die Buntheit Ihres Outfits.

Leeres Rednerpult in einem Konferenzsaal.
Bild: stocksy
  1. Definieren Sie als Erstes das Ziel Ihrer Sitzung, Präsentation oder Rede: Welche zwei bis drei Kernbotschaften soll jeder Zuhörer in Erinnerung behalten? Dieser Schritt ist die Grundlage – geben Sie sich nicht mit Oberflächlichkeiten zufrieden.
     
  2. Vermitteln Sie Bedeutung: Ohne Ihre Erklärung sind Zahlen einfach Zahlen. Aber warum reden Sie darüber? Was bedeuten sie? Welche Konsequenz haben sie und für wen? Schaffen Sie Klarheit, orientieren und erklären Sie. Und bevor Sie einen Schritt weitergehen, fragen Sie sich: Stehe ich zu hundert Prozent hinter jedem einzelnen Wort, dass ich sagen werde? Falls nein, gehen Sie zurück auf Feld 1.
     
  3. Unser Hörverständnis ist klein. Damit eine Botschaft hängenbleibt, müssen Sie Bilder dazu finden. Erklären Sie Prozesse und Ergebnisse mit Analogien. Benutzen Sie Bilder, die zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passen.
     
  4. Werden Sie persönlich. Damit Ihre Zuhörer Ihre Botschaft erfassen, braucht es Emotionen. Sie sind es, an die sie sich erinnern werden. Sie lancieren ein neues Produkt? Erklären Sie nicht einfach die Eigenschaften, sondern lassen Sie das Publikum an Ihrer Begeisterung teilhaben.
     
  5. Achten Sie auf Ihre Sprache: Fachbegriffe verwirren oft mehr, als dass sie klären. Und sie lassen Sie keineswegs kompetent erscheinen – eher im Gegenteil. Drücken Sie sich einfach und verständlich mit Ihren eigenen Worten aus. Sie dürfen auch klar Ihre Meinung kommunizieren. Und damit polarisieren. Denn Klartext braucht Haltung und Mut (siehe Punkt 4).
     
  6. Unser Auge mag das Aussergewöhnliche und liebt bunte Kleidung mit grosszügigen Mustern, knallige Acessoires und wilde Frisuren. Allerdings lenken diese vom Inhalt Ihrer Rede ab. Wählen Sie also ein zurückhaltendes, aber stilvolles Outfit. Das wichtigste Kriterium: Sie müssen sich dem Anlass entsprechend kleiden und sich wohlfühlen.
     
  7. Visualisieren und üben Sie Ihren Auftritt. Denn dieser beginnt nicht erst mit der Begrüssung auf der Bühne. Bereits auf dem Weg dorthin sieht Ihnen das Publikum zu. Spielen Sie also den gesamten Ablauf konkret durch. Sich auf dem Weg zur Bühne zu verirren oder auf dem Rednerpult keinen Platz für die Brille zu finden – das sind peinliche Momente, die Sie mit guter Vorbereitung elegant verhindern können.
     
  8. Machen Sie es wie jeder Opernsänger: Wärmen Sie Ihre Stimme vor einer Rede oder Ansprache auf.
     
  9. Sie haben Lampenfieber? Ein kleines Bisschen gehört dazu. Auch die erfahrene Moderatorin Beatrice Müller hat noch heute vor jedem Auftritt Lampenfieber. Das Einzige, das hilft: die perfekte Vorbereitung.
     
  10. Und jetzt flirten Sie. Begeistern Sie Ihre Zuhörer mit Ihrer vollen geistigen und körperlichen Präsenz, sprechen Sie mit fester Stimme und in klaren Worten. Und vergessen Sie nicht, Ihre Kernbotschaften zum Schluss zu wiederholen.

Quelle: Dieses Listicle basiert auf einem Gespräch mit Beatrice Müller.
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Buchtipp: Beatrice Müller: Gut gebrüllt, Löwe! 2015
Buchtipp: Chris Anderson: TED Talks: Die Kunst der öffentlichen Rede 2017

Lesen Sie mehr zum Thema im Fachbeitrag «Authentisch kommunizieren und führen».

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