Produktideen entwickeln



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So entstehen und gedeihen Produktideen

Innovative Produkte mit echtem Mehrwert entstehen nicht von heute auf morgen. Innovation ist ein Prozess, in dem Zufall, Leidenschaft, Inspiration und Mut zur Veränderung eine wichtige Rolle spielen. Dinge, die sich nicht verordnen lassen, sondern vor allem durch die Umgebung entstehen. Doch was zeichnet ein innovationsfreundliches Unternehmen aus? Und wie entstehen eigentlich gute Ideen?

Geschäftsmann präsentiert den Kollegen am Flipchart seine Ideen.

Wie innovationsfreundlich sind wir?

Nachstehende Fragen unterstützen Sie beim Überprüfen der eigenen Innovationsfreundlichkeit.

Ideenquellen:

  • Woher kommen bei uns neue Ideen?
  • Wie werden Ideen generiert?

Organisationsstruktur:

  • Wie stellen wir sicher, dass sich neue Ideen innerhalb der Organisation entwickeln können?
  • Wie wird verhindert, dass neue Ideen in der Struktur steckenbleiben?
  • Wird Risikofreudigkeit gefördert, beispielsweise durch einen positiven Umgang mit Scheitern?

Führungsstil:

  • Wie motivieren Führungskräfte ihre Mitarbeiter dazu, kreative Denkwege einzuschlagen?
  • Welches sind die wesentlichen Führungsprinzipien innerhalb des Unternehmens?

Mitarbeiter:

  • Welche Mitarbeiter stellen wir ein? Worauf achten wir?
  • Welche Anreize erhalten sie? Wie werden sie entlöhnt?
  • Wie gehen wir mit unseren Mitarbeitern um? Wie viel Freiraum erhalten sie, um sich entfalten zu können?
  • Wie stellt das Unternehmen Diversität innerhalb der Teams sicher?
  • In welcher Umgebung arbeiten unsere Mitarbeiter?
  • Werden sie aufgefordert, Ideen einzubringen, ihre Meinung zu vertreten und Vorgesetzten zu widersprechen?

Werkzeuge und Methoden:

  • Welche Methoden setzt das Unternehmen ein, um Ideen zu generieren?
  • Welche Tools kommen zum Einsatz?

Quelle: Studie «Corporate Creativity» von die Ideeologen

Der Schaffensprozess

Schöpferische Arbeit durchläuft vier Phasen, die stetig ineinander übergehen:

  • Phase des Zulassens: Noch fehlt der Fokus. Es gibt erste Ahnungen einer Idee, doch die Eindrücke sind wichtiger als das Konkrete.
  • Phase des Sich-Einlassens: Man dringt tiefer. Erste Ziele werden ausgemacht, ändern sich aber mitunter noch.
  • Phase des Weglassens: Jetzt wird «zugemacht», Detailarbeit geleistet. Im Sinn der klassischen Moderne erfolgt die Reduktion auf das Wesentliche.
  • Phase des Loslassens: Das Gesamtbild wird sichtbar, das Werk bekommt eine Art Eigenleben, aus dem Schöpfer wird mehr und mehr der Beobachter.

Quelle: Buch «Kreativität gibt es nicht» von Wolfgang A. Erharter, 2012

Inspirationsquellen

Eine Inspirationsquelle kann alles Mögliche sein. Ein Gespräch mit Kollegen, ein Spaziergang, eine Reise in fremde Kulturen. Die Quellen lassen sich aber auch bewusst erschliessen. Ein paar Ideen dazu:

  • Kaufmotive: Sich den Kaufmotiven der Kunden bewusst werden (z. B. sicher sein, geliebt werden, Zeit haben, usw.) und sich gleichzeitig von den Kundenwünschen und -bedürfnissen lösen. So wie es einst Henry Ford erkannt hat: «Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.»
     
  • Kombination aus Bestehendem: Bekannte Komponenten neu kombinieren oder bereits existierende Produkte weiterentwickeln.
     
  • Veränderung: Veränderungen und Trends erkennen und als ganz neue Ausgangslage für Produkte und Services betrachten.
     
  • Fehler: Gescheiterte Projekte und Fehler können Meilensteine für wegweisende Innovationen sein. Deshalb: Fehler zulassen und versuchen, die Ursache für das Scheitern zu erkennen.
     
  • Offene Innovation: Innovationsprozess öffnen, Wissen mit anderen Firmen oder Kunden teilen und gemeinsam Ideen entwickeln.
     
  • Cross-Industry-Prinzip: Sich vom Problem lösen und sich auf den Kundennutzen konzentrieren. Anschliessend branchenfremde Ideen, Lösungen, Ansätze auf das eigene Problem übertragen und umsetzen.
     
  • Crowdsourcing: Konsumenten über entsprechende Internetportale in den Innovationsprozess einbeziehen. Angeregt durch eindeutige Fragen tüfteln so Tausende von Menschen an einer Lösung. 

  • Zufallsfunde: Offen, neugierig und beharrlich sein, aber nicht auf den innovativen Zufallsfund warten. Denn vielleicht kommt dieser gar nicht.
  • Imitation: Viele Produkte, die auf den Markt kommen, sind nicht ausgereift oder den Konsumenten voraus. Also: Den Markt beobachten, lernen, und es besser machen.

Quelle: Buch «33 Erfolgsprinzipien der Innovation» von Oliver Gassmann und Sascha Friesike

Innovationsfaktoren

Erfolgreiche Neuheiten haben oft ein paar Dinge gemein: Sie sind beispielsweise einfach, nutzbringend und stilvoll.

  • Einfachheit: Topprodukte beschränken sich auf wesentliche Funktionen, alles andere überfordert die Käufer.
     
  • Nutzen: Zum Renner werden nur Produkte, die einen klaren Nutzen bieten.
     
  • Auswahl: Zu viele Optionen und Varianten erschweren den Kaufentscheid. Je weniger Produkte ein Unternehmen anbietet, desto intensiver kann es sich um die stetige Verbesserung derselben kümmern.
     
  • Service: Innovationen sind nicht nur produktbezogen, auch mit Dienstleistungen lässt sich Kundennutzen stiften. Bei BMW beispielsweise können die Kunden dank kostenlosem WLAN arbeiten, während ihr Auto gewartet wird.
     
  • Design: Gutes Design weckt Emotionen und Begehrlichkeiten und ist oft der wichtigste Auslöser für den Kauf.
     
  • Namen: Namen laden Produkte emotional auf. Sie sollen ungewöhnlich sein und idealerweise auch gleich den Produktnutzen vermitteln.

Quelle: Buch «33 Erfolgsprinzipien der Innovation» von Oliver Gassmann und Sascha Friesike

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