Erfolg dank Innovation

Erfolg dank Innovation: Wer wagt, gewinnt

Je schneller die Welt sich dreht, desto kürzer ist der Lebenszyklus von Produkten. Hochinnovative Unternehmen verfügen somit über höhere Erfolgschancen. Dennoch fehlt in vielen Betrieben das tiefe Verständnis darüber, wie Kreativität und Innovationen entstehen. Das Streben nach Effizienz verhindert nämlich eine positive Fehlerkultur und die Lust am Ausprobieren – doch genau das zeichnet innovative Unternehmen aus.

Workshop-Situation mit Arbeitsinstrumenten wie Post-it-Zettel und farbigen Ausdrucken.

Kreativität + Aktion = Innovation

Kreativität ist ein Teil der Innovation. Sie bezeichnet das Generieren neuer und nützlicher Ideen, beispielsweise, um interne Abläufe zu optimieren, bestehende Produkte oder Dienstleistungen zu verbessern oder neue zu entwickeln. Innovation bezeichnet den gesamten Prozess bis zur Umsetzung der Ideen mit Ziel der Wirtschaftlichkeit. Nicht enthalten ist die Dimension des Erfolges, da sich dieser nur retrospektiv beurteilen lässt.

Schweiz innovativstes Land der Welt

Die Schweiz ist im Forschungs- und Innovationsbereich sehr kompetitiv. Sie zählt zu den Ländern, die im Verhältnis zu ihrem Bruttoinlandprodukt am meisten für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgeben. Die Privatwirtschaft trägt über zwei Drittel der Schweizer F&E-Ausgaben, die sich derzeit auf knapp drei Prozent des BIP bzw. gut 16 Milliarden Franken belaufen. Die Schweiz ist damit das innovativste Land der Welt und behauptet sich im 2014 zum vierten Mal in Folge an der Spitze der auf Basis des Global Innovation Index (GII) erstellten Rangliste – gefolgt von Schweden und Grossbritannien. Der GII misst die Innovationsfähigkeit und die Innovationsleistung der 142 bedeutendsten Volkswirtschaften weltweit. Die Schweiz liegt in fast allen gemessenen Bereichen vorne, ausser bei der Ausbildung und den Bedingungen für eine Firmengründung.

Kultur in vielen Unternehmen innovationsfeindlich

Obwohl die Schweiz im internationalen Vergleich top ist, sind längst nicht alle Unternehmen innovativ. Die meisten haben zwar erkannt, dass Erfolg von der Innovationsfähigkeit abhängt. Dennoch sind die Strukturen in vielen Unternehmen innovationsfeindlich. So ist in vier von fünf Unternehmen ein Regelbruch kaum möglich. Nur knapp jedes fünfte Unternehmen fördert aktiv «Experimente», die nicht durch Studien und Analysen abgesichert sind und gerade mal 12 Prozent akzeptieren «schlechte» Ideen als Teil des kreativen Prozesses. Querdenker werden oft als Querulanten angesehen, weshalb sich viele Führungskräfte nicht trauen, solche Mitarbeiter ins Team zu holen. Und nicht einmal jedes vierte Unternehmen sorgt dafür, dass die eigenen Denkwege regelmässig von aussen in Frage gestellt werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Ideeologen zum Thema Innovationskultur in Unternehmen.

Corporate Creativity – kreative Unternehmenskultur

Damit Ideen entstehen und wachsen können, müssen operative und kreative Aufgaben unterschiedlich angegangen werden. Klassische Unternehmensstrukturen eignen sich dafür nicht, da sie auf Kontrolle, Effizienz und Produktivität basieren. Kreativität wird dadurch zerstört. Innovative Unternehmen unterscheiden sich jedoch nicht nur durch deren Prozesse und Tools, sondern insbesondere durch die Kultur. Diese lässt sich nicht kopieren, sie entsteht durch einzigartige Ansätze auf fünf Ebenen:

  • Strategien, Werte, Ziele: Innovationskultur ist eine zentrale strategische Aufgabe, die Innovationsziele sind mutig und visionär und werden konsequent verfolgt. Die Werte sind genauso einzigartig wie Produkte und Geschäftsmodelle.
     
  • Kreative Denk- und Arbeitsstrukturen: Die gesamte Organisation unterstützt den kreativen Denkprozess, was ein tiefes Verständnis dessen erfordert. Dazu gehört auch ein anderer Umgang mit Hierarchien sowie eine Arbeitsstruktur, die Mitarbeiter mit unterschiedlichen Perspektiven bereichsübergreifend zusammenbringt.
     
  • Risiko- und Experimentierkultur: Scheitern ist nichts Negatives, sondern ein fester Bestandteil des kreativen Prozesses. Statt Fehler zu vermeiden, ermöglichen die Strukturen eine Vielzahl von Experimenten innerhalb kürzester Zeit.
     
  • Mitarbeiter: Zu den Rekrutierungskriterien von Unternehmen mit kreativen Kulturen zählen Merkmale wie eine heterogene Zusammensetzung der Mitarbeiter, der Wille zu Spitzenleistungen oder kreative Charaktereigenschaften wie Risikobereitschaft, Entdecker- und Pioniergeist. Entscheidend ist, dass sie die Werte des Unternehmens leben.
     
  • Führungskultur: Kreativität und klassisches Chef-Mitarbeiter-Denken vertragen sich nicht. Die soziale Umgebung hat einen hohen Einfluss auf Grad und Häufigkeit von kreativem Verhalten. Führungspersönlichkeiten auf allen Ebenen sollen als Wachrüttler und Inspiratoren wirken, die auch einmal Unmögliches verlangen, dabei Freiraum geben und Grenzen definieren und Menschen dazu bringen, die gesteckten Ziele mit innerem Feuer zu verfolgen.

Quelle: Studie «Corporate Creativity» (PDF, 2 MB) von die Ideeologen

Thesen zum Thema Kreativität und Innovation

  • Wer hochkreative Teams führen will, muss das meiste vergessen, was er über Führung gelernt hat
     
  • Ohne Leidenschaft keine Innovation
     
  • Das blosse Weiterentwickeln von Produkten hemmt das radikale Neudenken und damit das Entstehen echter Innovationen
     
  • Intensives und vielfältiges Probieren und Forschen ermöglicht Innovationen, nicht das Perfektionieren der erstbesten Idee
     
  • Viele Neuerungen entstehen durch das Verknüpfen von Vorhandenem, das zu Bausteinen für Neues wird
     
  • Marktforschung bildet den aktuellen Horizont der Konsumenten ab – echte Innovationen lösen jedoch Probleme, die noch gar nicht erkannt wurden
     
  • Damit Raum für Neues entstehen kann, braucht es die Bereitschaft, Altes zu zerstören oder sterben zu lassen
     
  • Um nachhaltig innovativ zu sein, muss man die eigene Komfortzone verlassen
     
  • Zu hoher Zeitdruck hemmt Kreativität

Quelle: «Thesen zu Innovationen und Kreativität»

Studien: Wo Ideen entstehen

Der Arbeitsplatz ist nicht der Ort für kreative Ideen. Der überwiegende Teil der Angestellten (93,6 Prozent) hat seine besten kreativen Ideen nicht am Schreibtisch, sondern ganz fern davon. Das zeigt eine Studie des Stuttgarter Unternehmens IQudo mit über 500 Teilnehmern. Das Ergebnis: Die meisten guten Ideen kommen einem Arbeitnehmer in Dusche oder Bad (13,5 Prozent), gefolgt von Bett oder Sofa (12,1 Prozent) und WC (9,9 Prozent). Auch Joggen (7,1 Prozent), Spazieren oder Sport generell (5 Prozent) liegen weit vorn bei der Ideenfindung. Nur 6,4 Prozent werden bei der Arbeit zu kreativen Ideenfindern. Die Gründe reichen von Stress am Arbeitsplatz über Ablenkung durch Chef und Kollegen bis Nichterwünschen von Kreativität. Laut einer Kreativitätsstudie von Markenfaktor entstehen Ideen auch beim Medienkonsum und beim Pendeln. Die top fünf Inspirationsquellen sind hiernach Musik, Reisen, Freunde und Familie, Kollegen und Koffein – die top drei Hindernisse Inspirationsmangel, Geldmangel und Zeitmangel.

Was begünstigt Kreativität?

  • Lust am Neuen
  • Unbekümmertheit und Selbstbewusstsein
  • Das Erlernen von Denkstrategien wie beispielsweise die Fähigkeit, Dinge neu zu kombinieren
  • Die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln
  • Die Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt
  • Umfassendes Wissen auf dem betreffenden Gebiet
  • Grenzen – zeitlich, monetär oder thematisch
  • Ein innovationsfreundliches und gutes soziales Umfeld

Stetige Herausforderung

Forschung und Innovation sind Aktivitäten, die immer auf die Zukunft ausgerichtet sind und bleiben darum eine stetige Herausforderung: Es geht darum zu erforschen, was noch unerforscht ist, zu entwickeln, was noch nicht entwickelt ist und marktfähig zu machen, was noch nicht verkauft wird. Entscheidend für die Innovationsfähigkeit und -kraft eines Unternehmens ist dessen Kultur. Die weltweit innovativsten Unternehmen haben Kreativität tief in ihrer DNA verankert.


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