Snackable Content für den kleinen Infohunger

Snackable Content für den kleinen Infohunger Content-Häppchen kommen an

Unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt kontinuierlich. Schuld daran sind die Informationsflut und die mobilen Endgeräte; sie verändern unser Verhalten. Für Unternehmen heisst das: Snackable Content (auch: Micro Content) servieren. Also Inhalte, die sich schnell konsumieren und teilen lassen, kurzweilig und leicht verdaulich sind.

Stimmungsbild
Mit Snackable Content werden Inhalte in leicht verdaulichen Content-Häppchen verbreitet.

Den Grossteil der Onlinezeit verbringen wir in sozialen Medien und surfen dabei auf ziemlich kleinen Bildschirmen. Dies geschieht nebenbei und zwischendurch, im Tram, im Wartezimmer, im Restaurant. Umfangreiche Inhalte eignen sich daher weniger für diese Art der Nutzung. Leichtverdauliche und aktuelle Informationen wie Eventinfos, Tipps, Wissenswertes oder Humorvolles schon eher. Social Medias sind für solche kurzen, knackigen Inhalte konzipiert, die sich auch einfach mit Freunden und Followern teilen lassen.

Content leicht bekömmlich aufbereiten

Eigentlich lässt sich jeder Inhalt reduzieren, portionieren und als Snack Content kanalspezifisch aufbereiten. So lässt sich aus einer Studie eine Infografik und kurze Aussagen extrahieren, eine Quintessenz eines Leitartikels aus einem Magazin als Tweet oder Post für soziale Netzwerke aufbereiten und als interaktive Variante der Corporate Website publizieren. Dabei sind Bilder, Grafiken oder Kurzvideos wichtig, damit die Information schnell verarbeitet werden kann. Wie bei anderen Inhalten gilt auch bei Snackable Content: Qualität vor Quantität. Wichtig ist, sich abzuheben, anders zu sein und die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten nach unterhaltendem, nutzbringendem Inhalt zu erfüllen. Reine Werbung erfüllt diesen Zweck nicht. Ist der Content zudem hochaktuell, kreativ, interaktiv oder fordert zum Handeln auf, verstärkt sich die Wirkung weiter.

Kurztipps für die schnelle Aufmerksamkeit mit Snack Content

  • Geschichten erzählen
  • Probleme und Lösung darstellen
  • Videos einsetzen
  • Content visualisieren
  • Klaren Nutzen versprechen
  • Neugier erwecken
  • Ladezeit verbessern
  • Wow-Effekte schaffen

Tipp: Fragen Sie sich jeweils vor der Publikation: Warum soll der Kunde seine wertvolle Zeit einsetzen? Was erhält er dafür?

Reichhaltige versus kurzweilige Inhalte

Gegen Snackable Content spricht, dass Google reichhaltigen Content bevorzugt. Und vielleicht passt kommunikativer Fast Food auf den ersten Blick ja gar nicht in die auf Nachhaltigkeit ausgelegten Kommunikationsstrategie. Andererseits bringen umfangreiche Beiträge wenig, wenn sich Nutzer nicht die Zeit nehmen, diese zu Ende zu lesen. Deshalb braucht es heute im Rahmen des Content Marketings beides: reichhaltige sowie kurzweilige Inhalte, die sich auch dazu eignen, ersteres anzuteasen.

Content Marketing mit Bezug zum grossen Ganzen

Snackable Content beziehungsweise Micro Content ist immer in die Unternehmensstrategie eingebettet und steht damit in Bezug zum Macro Content, also zum Leitartikel, zum Angebot, zum Event usw. Innerhalb des Content Marketings zeigt sich diese Verbindung in einem Link mit Handlungsaufforderung (Call to Action). Denn wenn der Empfänger Appetit auf Mehr bekommen hat, muss er wissen, wo der Hauptgang serviert wird.

Checkliste für wirkungsvolle Kommunikation

Erfolgreiche Kommunikation ist sichtbar, relevant und wird deshalb auch multipliziert. Dies sind die drei Parameter, anhand derer sich Kommunikationsmassnahmen messen lassen. Zumindest ansatzweise. Es gibt nämlich keine allgemeingültige Formel. Mit dieser Checkliste finden Sie erste Erkenntnisse, orten Handlungsbedarf und erfahren, welche Massnahmen effizient sind.

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Geeignete Plattformen für Snackable Content

Der Trend zu Snackable Content ist durch die sozialen Netzwerke entstanden. Twitter, Facebook, Snapchat – sie alle sind Social-Media-Kanäle für leichtverdauliche Inhalte. Besonders wirkungsstark ist der Messaging-Dienst Snapchat, bei dem Inhalte nur für kurze Zeit zugänglich sind und somit eine künstliche Verknappung des Konsums entsteht. Der Empfänger möchte den Moment nicht verpassen und schenkt vergänglichen Inhalten daher mehr Aufmerksamkeit, für das Unternehmen hat die Echtzeit-Kommunikation eine Hebelwirkung. Aber auch eigene Medien wie die Corporate Website oder ein Blog eignen sich für das Integrieren von Snackable Content.

Snackable Content entspricht dem heutigen Nutzerverhalten und damit dem Zeitgeist. Reichhaltige Inhalte lassen sich in viele kleine Teilinfos zerlegen, nicht zuletzt auch, um damit die Langfassung zu bewerben. Das Echtzeit-Momentum ist ein weiterer Pluspunkt dieser Content-Form, verleitet Unternehmen aber auch dazu, sich zu wenig Zeit für die Kreation der Inhalte zu nehmen. Gute Inhalte zu erstellen und die Kanäle individuell, zeitversetzt und in regelmässigen Abständen zu bespielen, erfordert Arbeitszeit, Kreativität und Budget – dies gilt für reichhaltige Inhalte ebenso wie für Snackable Content.

Treffen Sie Ihre Kundinnen und Kunden dort, wo sie sind

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