Positive Denkmuster

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Denkmuster erkennen und ändern

Denkfehler beeinflussen unsere Entscheidungen und unser Verhalten und sind nicht selten Auslöser für kommunikative Missverständnisse. Autorin Heike Thormann hat die grössten gedanklichen Irrwege identifiziert – die wir für Sie zusammengefasst haben –, und gibt eine Anleitung, wie Denkblockaden in positive Denkmuster umgewandelt werden können.

Denkmuster dargestellt anhand vieler kleiner Handskizzen

Denkfehler 1: Die stillschweigende Annahme

Menschen sind verschieden, und ihre Prioritäten sind es auch. Diese Tatsache blenden wir aus, wenn wir stillschweigend annehmen, dass andere dieselben Motive haben wie wir. Dann gehen wir davon aus, dass etwas so ist, wie wir es für richtig halten. Ähnlich verfahren wir, wenn wir Schlüsse ziehen, ohne die Beweise für die Sachlage zu haben oder die Darstellung der Gegenpartei zu kennen.

Denkfehler 2: Das Gewohnheitsdenken

Unser Gehirn ist ein fauler Arbeitgeber. Wenn wir es nicht antreiben, bleibt es gern bei einmal gefundenen Lösungen. Ein bekanntes Phänomen, das aus Gewohnheitsdenken entsteht, ist die sogenannte Betriebsblindheit. Betriebsblinde halten an bewährten Abläufen fest, schotten sich vor Anregungen ab, meiden Selbstkritik und verpassen vielleicht notwendige Veränderungen.

Denkfehler 3: Die Erwartungshaltung

Wenn wir denken, dass uns in den Ferien nur der Strand interessiert, werden wir alle anderen Schätze einer Region nicht wahrnehmen. Und wenn wir zu wissen glauben, was wir vorfinden werden, achten wir nicht mehr auf das, was wirklich da ist. Gegründet auf unseren Erwartungen, zimmern wir uns die Welt so, wie wir sie sehen, und nicht, wie sie «wirklich» ist.

Frau in Sommerkleidung und Sonnenbrille sitzt in einem Restaurant am Meer

Denkfehler 4: Das Gefühlsdenken

Wenn wir denken, dass wir unkreativ sind, fühlen wir uns auch so. Diese durch eine bestimmte Denkweise produzierten Gefühle lenken wieder unser Denken. Dadurch sind wir in der Gedankenspirale gefangen.

Denkfehler 5: Die pessimistische Weltsicht

Wir neigen dazu, die Welt eher negativ als positiv zu bewerten. Dies äussert sich zum Beispiel im Worst-Case-Denken: Aus Angst vor einer Katastrophe unternehmen wir nichts. Und vermeiden damit nicht nur negative, sondern auch positive Ergebnisse. Ebenfalls ein weit verbreitetes pessimistisches Phänomen: das personalisierte Denken. Wir interpretieren das Verhalten anderer automatisch zu unseren Ungunsten; fühlen uns etwa durch eine Kritik angesprochen, obwohl wir gar nicht gemeint sind.

Frau mit Brille denkt nach

Die meisten von uns mögen sich in dem einen oder anderen der obigen Denkmuster wiedererkannt haben. Hier kommt die gute Nachricht: Es ist möglich, sich von mentalen Fesseln zu befreien und gedankliche Irrwege in positive Gedanken umzuwandeln. Halten Sie sich an folgende fünf Schritte:

Schritt 1: Eigene Denkmuster hinterfragen.

Unsere Wirklichkeit ist ein Konstrukt, die auf Gedanken und persönlichen Filtern beruht. Diese Filter wiederum werden durch Denkmuster und Glaubenssätze wie zum Beispiel «ich kann nicht mit Zahlen umgehen» bestimmt. Um solche Denkmuster ändern zu können, müssen Sie sie zuerst erkennen und ihre Richtigkeit anzweifeln.

Schritt 2: Eigene Denkmuster verstehen.

Versuchen Sie nun, den Grund hinter den eigenen Denkmustern und Glaubenssätzen zu erörtern und zu verstehen. Warum glauben Sie zum Beispiel, nicht kreativ zu sein? Oder woher kommt die Angst, etwas falsch zu machen? Wenn Sie nachvollziehen können, worauf Ihr Denken gründet, können Sie an ihnen arbeiten und sie ändern.

Schritt 3: Ursachen für die eigenen Denkmuster hinterfragen.

Hinterfragen Sie nicht nur Ihre Denkmuster kritisch, sondern auch deren Ursachen und Ihre Reaktion darauf. Wenn ein Lehrer Ihnen zum Beispiel einst eingetrichtert hat, Sie seien nicht kreativ, muss das nicht heissen, dass der Lehrer Recht hatte. Und selbst wenn er damals Recht hatte, muss dies nicht für immer gelten.

Schritt 4: Nach neuen Denkmustern suchen.

Ersetzen Sie die alten Denkmuster bewusst durch neue. Überlegen Sie, wie Sie sich am liebsten in einer bestimmten Situation verhalten würden. Wie wäre es mit dem Denkmuster «ich traue mich, Fehler zu machen». Ersetzen Sie nach und nach diejenigen Denkmuster, die Sie nicht mehr behalten möchten, durch neue.

Schritt 5: Neue Denkmuster geduldig einüben.

Versuchen Sie zum Beispiel, Ihre Angst vor Fehlern zu überwinden, indem Sie Neues einfach ausprobieren. Wenn Sie sich wünschen, offen die Meinung sagen zu können, dann tun Sie es. Anfangs werden Sie vermutlich erstaunte Reaktionen, aber auch Respekt ernten. Seien Sie sich bewusst, dass es Zeit und Geduld braucht, neue Denkmuster auszubilden. 

Quelle: http://www.kreativesdenken.com/tipps/lebensgestaltung/denkmuster-aendern.html

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