Mediaplanung Reichweite



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Mediaplanung: Mit Dialog und guten Inhalten zu mehr Reichweite

Die Medienvielfalt in der Schweiz ist enorm. Laufend gibt es neue Werbemöglichkeiten – der Trend geht klar Richtung online. Damit eine Botschaft in der Werbeflut Beachtung findet, müssen Unternehmen den Dialog mit ihren Kunden suchen und Inhalte kreieren, die wirklich interessieren.

Zeitschrift lesen am Frühstückstisch

Es ist ein Fakt: Printmedien verlieren seit Jahren kontinuierlich an Reichweite. Das bringt viele Unternehmen dazu, für ihre Werbung in Onlinemedien zu investieren. Die schrumpfende Leserschaft von Printprodukten und der Trend hin zu online sind aber nicht die einzigen Gründe, dass Botschaften es immer schwerer haben, die Konsumenten zu erreichen. Mit der heutigen Medienvielfalt und der damit einhergehenden Informationsüberflutung muss, wer Aufmerksamkeit generieren will, seine Zielgruppe mit bedürfnisgerechten und relevanten Inhalten direkt ansprechen.

Content Marketing – nur, was interessiert, findet Beachtung

Der Trend von Werbung hin zu Content Marketing ist eine logische Reaktion der Unternehmen auf sinkende Reichweiten. Werbung muss sich heute an den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppen orientieren und einen Service bieten. Content Marketing greift die «Probleme» der Zielgruppe auf und liefert Mehrwerte. Die Zielperson fühlt sich verstanden, gewinnt Vertrauen und entwickelt im besten Fall einen Besitzwunsch. Gute Inhalte werden von den Nutzern geteilt, wodurch sich die Reichweite «gratis» erhöht. Damit Content Marketing erfolgreich ist, genügen jedoch Relevanz und Attraktivität nicht. Erst das Bewerben des Contents über soziale Medien, Newsletters und andere Medien schafft die Aufmerksamkeit, die notwendig ist, damit die Inhalte ihre Wirkung entfalten können.

Postit bei der Content Planung

Klassische Dialogmedien sind sichere Werte

Sichere Reichweiten liefern nach wie vor die klassischen Dialogmedien wie Werbebriefe, E-Mail-Newsletters oder Kundenzeitschriften, da sie sich direkt an einen bestimmten Personenkreis richten. Bei Printmedien stehen zudem die Chancen gut, dass sie zusätzlich von anderen Familienmitgliedern oder in Firmen von anderen Mitarbeitern beachtet werden.

Reaktionsmöglichkeiten bieten

Mit dem Einsatz verschiedener Dialogmedien, hat der Kunde die Möglichkeit, die bevorzugte Art und Weise für die Kontaktaufnahme zum Unternehmen selbst zu wählen. Unabhängig vom verwendeten Medium, müssen die Informationen im Unternehmen an einer zentralen Stelle zusammengeführt und aufbereitet werden, um so einen Gesamtüberblick über das Kundenverhalten und seine Anliegen zu haben und mit entsprechenden Angeboten auf ihn zugehen zu können.

Sprechblasen aus Papier auf einer Korkwand

Soziale Medien nutzen – Reichweite erhöhen

Anhand von ausgeklügelten Algorithmen zeigen soziale Medien wie Facebook nur die relevantesten Beiträge für Nutzer an. In den letzten Jahren ist die organische Reichweite dadurch markant gesunken. Dem entgegenwirken können Unternehmen, indem sie regelmässig relevante Posts mit Mehrwert publizieren und mit den Nutzern im Dialog bleiben. Das kann geschehen durch

  • Interaktion mit einer bestehenden Community, die sich für die Marke und den Content interessiert und im Idealfall ähnlichen Content produziert. Das heisst allerdings mehr, als gelegentlich etwas zu posten. Es braucht Zeit Vertrauen aufzubauen und an Diskussionen teilzunehmen. Dann, wenn er zur Thematik passt, kann man den eigenen Content einbringen.
  • Corporate Content in Form von Bildern oder Videos. Das generiert weitaus mehr Reichweite als etwa Stockbilder oder kuratierte Inhalte.
  • Social Media Ads: Damit lässt sich nicht nur zielgruppenspezifisch agieren, sondern die Inhalte werden auch von Menschen ausserhalb der eigenen Community registriert. Der gute Effekt: Jede Interaktion, die durch Social Media Ads erzielt wurde, fördert automatisch die organische Reichweite und Interaktionsquote.
  • Einen Corporate Blog: Die Attraktivität und Sichtbarkeit der Blogbeiträge lassen sich durch individuell angepasst Social Media Postings noch erhöhen. Mit guten Inhalten lassen sich zudem immer wieder neue Leser auf den Blog ziehen.

Reichweite optimieren mit dem Touchpoint-Ansatz

Kontaktpunkte gibt es überall dort, wo jemand mit einem Unternehmen bzw. seinen Produkten und Dienstleistungen in Berührung kommt. Das Touchpoint-Management hat zum Ziel, die effizientesten Massnahmen in Vertrieb und Marketing zu eruieren. Dies können Beratungsgespräche, Kundenzeitschriften, Ausstellungen, Inserate, Seminare, Hotlines, die Webseite oder Suchmaschinenoptimierung sein. Dazu wird die Customer Journey, also der Weg des Kunden bis zum Kauf analysiert und der Wertbeitrag jedes Kontaktpunkts quantifiziert. Mit diesem Wissen gilt es nun, eine geschickte Mischung dieser Kontaktpunkte zu finden und – ganz wichtig – positive Erlebnisse für den Kunden zu schaffen.

Zeitschriftenstapel

Fazit

Die Printmedien verlieren Leser. Aber auch Werbung in Onlinemedien hat es immer schwerer, von der Zielgruppe beachtet zu werden. Damit eine Botschaft aufgenommen wird, ist es nötig, die klassische Kommunikation um soziale Dimensionen zu erweitern und mit Dialogmedien zu kombinieren. Die vielen Möglichkeiten von Social Media leisten einen grossen Beitrag zu steigenden Reichweiten. Dies bedingt jedoch die Bereitschaft des Unternehmens, mit Engagement hoch- und nutzwertige Inhalte zu kreieren und den Dialog mit den Kunden dauerhaft zu führen.

Reichweiten messen im Social Web

Sharetally: Das Tool zeigt die Nutzer, die mit einer URL in verschiedenen Netzwerken interagiert haben. Zur Nutzung ist keine Registrierung nötig, es braucht lediglich eine URL, die man ins Eingabefeld einfügt, anschliessend fasst Sharetally aus 22 Diensten die entsprechenden Daten zusammen. Neben den üblichen Plattformen wie Facebook, Twitter und Google+ sind auch Netzwerke wie Reddit, Buffer, del.icio.us, XING oder LinkedIn enthalten.

Buzzsumo: Dieser Dienst zeigt, welche Inhalte im Social Web besonders oft geteilt werden und gibt darüber Aufschluss, wer einen Beitrag verbreitet hat. So lassen sich Themen identifizieren und Rückschlüsse auf Zielgruppen und potenzielle Beeinflusser ziehen. In der kostenlosen Version sind auch die einflussreichsten Personen ersichtlich. Wer mehr Funktionen benötigt, löst ein kostenpflichtiges Abonnement.

Social Metrics Tracker: Das kostenlose Tool (WordPress-Plugin) gibt einen guten Überblick in Form eines Dashboards. Es zeigt die populärsten Beiträge, liefert Zahlen zur Verbreitung in den verschiedenen Netzwerken sowie den eingegangenen Kommentaren.
Quelle: https://www.mcschindler.com/2015/09/18/tools-mit-denen-sie-die-reichweite-ihrer-beitraege-messen/

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