Reiseanbieter Globetrotter

Erfolg dank Authentizität

Vom Ein-Mann-Unternehmen zum grössten Anbieter für Individualreisen der Schweiz: Der Aufstieg von Globetrotter ist so spektakulär wie dessen Angebote.

Portrait CEO Dany Gehrig

Erfolg dank Authentizität

Bildquelle: Lina Pollari
Globetrotter-CEO Dany Gehrig ist jedes Jahr für mindestens acht Wochen selbst auf Reisen rund um den Globus. 

«Allein und mit dem Rucksack unterwegs, entdeckte ich Nordsumatra. Meine Route startete in Medan und endete am äussersten Westzipfel auf der Insel Pulau Weh.»
Es sind exotische Orte, über die die Autorin schreibt. Orte, die das Interesse von Weltenbummlern sofort auf sich ziehen.

Sie wird Orang-Utans treffen, auf einem LKW-Reifen einen Wildbach hinunter rutschen und von Elefanten geduscht werden. Aktivitäten fernab des Massentourismus, möglichst authentisch– genau das ist es, was ihre Kundinnen und Kunden mögen. Denn die Autorin ist Reiseberaterin bei Globetrotter und berät zurück zu Hause ebenso abenteuerlustige Reisende wie sie selbst.

Glaubwürdigkeit durch Authentizität

«Die grosse Leidenschaft fürs Reisen!», antwortet CEO Dany Gehrig denn auch auf die Frage, was die 260 Mitarbeitenden miteinander verbindet. Sie sei eine der wichtigsten Einstellungskriterien. «Das Interesse an authentischen Begegnungen, anderen Kulturen und Landschaften ist unser Kern und schafft ein gemeinsames Grundverständnis im Team.» Erst durch eigens gesammeltes Praxiswissen könne man Kunden begeistern und Reiseerlebnisse erfolgreich vermitteln.

«Globetrotter steht für massgeschneiderte Individualreisen, darauf haben wir uns spezialisiert. Gesammeltes Wissen, eigene Erfahrung, kombiniert mit der persönlichen Beratung, ergibt den Globetrotter-Mehrwert», ist sich Gehrig sicher. So ist selbst der vielbeschäftigte CEO mindestens acht Wochen pro Jahr rund um den Globus unterwegs – ob mit der Familie in Südafrika oder mit Bike-Freunden im Himalaya. Seine Mitarbeitenden reisen sogar bis zu 12 Wochen.

Reiseplanung auf einem Holztisch

Bildquelle: Pexel
Was Globetrotter auszeichnet, ist die grosse Erfahrung und Authentizität der Beraterinnen und Berater.

Globetrotter muss man erleben

Neben der hohen Motivation ist auch die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden wichtig. Die Hierarchien sind bei Globetrotter flach, das Kader besteht aus neun Personen, die äusserst selbstständig arbeiten. Das ist auch erforderlich, denn Globetrotter ist dezentral organisiert: Mit Head Offices an vier Standorten und schweizweit 26 Filialen.

Vertrauen und Respekt gehöre, so Gehrig, zu den wichtigsten Unternehmenswerten von Globetrotter. Das gelte für die Mitarbeitenden, die Kunden aber auch für den Umgang mit der Natur und anderen Kulturen. Um die Kunden für Umweltanliegen zu sensibilisieren, organisiert Globetrotter einen Fotowettbewerb: «Jährlich unterstützen wir zwei Jungfotografen bei der Umsetzung einer sozialkritischen Ausland-Fotoreportage», erklärt der CEO. Die Gewinner erhalten unter anderem je 10‘000 Franken Preisgeld, die Reportagen werden in «Das Magazin» und im «Globetrotter Magazin» veröffentlicht.

Gewinnerfoto Wettbewerb

Der junge Fotograf Florian Spring gehört mit einer Reportage aus Papua Neuguinea zu den Gewinnern des «Globetrotter World Photo» 2017. 

«Das Projekt soll zum Nachdenken anregen und nebenbei fördert es unser Image als verantwortungsvolles Unternehmen.» Das wichtigste Marketinginstrument seien jedoch die zufriedenen Kunden ist sich der CEO sicher: «Über 80 Prozent der Neukunden gewinnen wir durch Mund-zu-Mund-Werbung.» Der Mehrwert von Globetrotter sei ohnehin schwierig durch klassische Werbeinstrumente wie etwa Inserate zu vermitteln: «Globetrotter und seine Mitarbeitenden muss man erleben.».

Auf den Reisegeschmack gebracht

Um die Bindung zu den Individualreisenden zu erhöhen, setzt Globetrotter daher auf direkte Begegnungen. So hat das Unternehmen zum 40-Jahr-Jubiläum 2016 über 2400 Kunden an mehreren Abenden auf eine Entdeckungsreise durch die Globetrotter-Geschichte mitgenommen, mit Darbietungen von Autor Pedro Lenz, dem Komikerduo «Ohne Rolf» und Rapper Knackeboul.

Jedes Jahr Ende Oktober lädt der Reiseanbieter auch zum «Fernwehfestival» im Kursaal Bern ein. Hier sollen sich Reisebegeisterte begegnen, Geschichten austauschen und neue Regionen der Welt entdecken. In Live-Reportagen, Workshops und Gesprächsrunden berichten erfahrene Globetrotter von ihren Erlebnissen. Auf den Geschmack gebracht werden die Besucher auch mit Köstlichkeiten aus aller Welt.

Das Konzept von Globetrotter geht gerade in Zeiten von unzähligen unpersönlichen Vergleichsplattformen, Reiseanbietern und Buchungstools im Internet auf: «Obwohl es die Tourismusbranche in den letzten Jahren schwer hatte, erzielen wir nach wie vor positive Ergebnisse», lässt Globetrotter auf Anfrage verlauten. «2012 bis 2014 hatten wir Rekordergebnisse mit einem Umsatz von bis zu 177 Mio. Franken pro Jahr und auch im für die Branche schwierigen Jahr 2016 haben wir ein gutes Resultat erzielt.» Der Weg von Globetrotter bleibt spannend und wird für das Unternehmen und seine Kunden noch viele Abenteuer bieten.

Der Globetrotter Travel Service mit Sitz in Bern ist ein Schweizer Reiseunternehmen. Kern ist das auf Baukasten- und Individualreisen spezialisierte Reisebüro. Das Angebot umfasst günstige Flüge, Mietautos und -camper, Flug-, Bahn- und Buspässe, Hotelarrangements und Sprachreisen. Seinen Ursprung hat das Unternehmen im Globetrotter Club in Zürich, 1976 vom Journalisten Walter Kamm gegründet. Selbst ein eifriger Reisender, verkaufte er zunächst Broschüren und Reisehandbücher mit Tipps und fing an, Reiselustige persönlich zu beraten. Die Angebote und Filialen wurden bis heute stetig ausgebaut. 2011 gehörte Globetrotter zu den Preisträgern des SVC Unternehmerpreises Espace Mittelland.

Erfolgsfaktoren von Globetrotter:

  • Fokussierung auf ein Spezialgebiet: Individualreisen für Schweizer Kunden, die Wert auf verantwortungsvolles Reisen und kompetente Beratung legen.
     
  • Investition in die Reiseerlebnisse der Berater, um die bestmögliche Kundenberatung bieten zu können.
     
  • Einstellen von Mitarbeitenden mit extrem ausgeprägter Leidenschaft fürs Reisen und mit hoher Eigenverantwortlichkeit. Dies wirkt sich positiv auf die Fluktuation aus.
     
  • Konzentration auf den heimischen Markt, da entscheidend ist, dass sowohl das Unternehmen als auch die Kunden über ein ähnliches Reiseverständnis verfügen.
     
  • Direktes Marketing: Authentische Reiseberichte und Porträts der Berater machen Lust auf mehr und vermitteln Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Jeder steht mit seinem Gesicht für das Unternehmen ein. Events bringen Reisefans zusammen, inspirieren und schaffen eine Globetrotter-Community.

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